[Leserunde # 41] Mister Aufziehvogel | Haruki Murakami

Montag, 16. April 2018


Leserundenzeit!! Meine letzte Leserunde ist noch gar nicht so lange her (erst im Dezember 2017 zu Die Perlenschwester) und schon starte ich eine Neue. Diesmal wieder mit meiner lieben Bloggerkollegin Livia.
Livia hat ja nun schon einige Bücher von Murakami gelesen und ihn immer wieder fleißig auf ihrem Blog weiterempfohlen. Für mich ist es mein erstes Buch vom Autor und ich bin schon sehr gespannt, was auch mich zukommt. In Livias letzter Rezension hat sie mir jedenfalls große Lust auf seine Werke gemacht.



Buchinfos:

-) Seiten: 765
-) Verlag: btb
-) Ersterscheinung: 1998
-) ISBN: 9783442726684
-) Format: Taschenbuch
-) Preis: [A] 14,40 €   [D] 14,00 €
-) Originaltitel: Nejimaki-dori Kuronikuru
-) Genre: Roman

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Darum geht's:

Toru Okadas Spitzname ist »Mister Aufziehvogel«, denn er kommt sich vor wie ein Spielzeugvogel, der von wer weiß wem aufgezogen wurde. Der verträumte Mann von 30 Jahren gibt seine Anstellung bei einer großen Tokioter Anwaltskanzlei auf, um sich in Ruhe über einen Neuanfang klar zu werden. Nach seinem Ausstieg aus der Alltagswelt tun sich ihm plötzlich Wirklichkeiten auf, von denen er bisher nichts ahnte – erotische, ökonomische und politische. Er begegnet einer kessen, intelligenten Sechzehnjährigen, einer geheimnisvollen Wahrsagerin und deren Schwester und einem alten Offizier; und alle schleppen sie ihre seltsamen Geschichten in Torus stilles Haus, Geschichten, die sich als insgeheim miteinander verbunden erweisen. Selbst über die eigene Ehe und seine scheinbar so treue Frau drängen sich dem Helden daraufhin schwindelerregende Vermutungen auf. Und er erkennt, dass unterhalb des Alltagslebens der Großstadtgesellschaft andere, geheime Kräfte wirken: abgründige Begierden, die Historie mit ihren militärischen Untaten aus dem japanisch-chinesischen Krieg und vielleicht sogar so etwas Altmodisches wie das Schicksal.


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Livia und ich starten ab heute und lesen uns nach und nach durch die gleich folgenden Abschnitte. Wenn jemand von euch zufällig das Buch auch hat und spontan miteinsteigen will: nur zu! Wir freuen uns über jeden Mitleser und Mitkommentierer.

So sehen unsere Abschnitte aus:

-) Allgemeine Informationen/Eindrücke zum Buch/Cover/Titel (keine Spoiler erlaubt) - bei mir
-) 1. Abschnitt: Start bis S. 73 (Spoiler erlaubt) - bei Livia
-) 2. Abschnitt: S. 73 bis inkl. S. 146 (Spoiler erlaubt) - bei mir
-) 3. Abschnitt: S. 147 bis inkl. S. 224 (Spoiler erlaubt) - bei Livia
-) 4. Abschnitt: S. 225 bis S. 296 (Spoiler erlaubt) - bei mir
-) 5. Abschnitt: S. 296 bis inkl. S. 358 (Spoiler erlaubt) - bei Livia
-) 6. Abschnitt: S. 359 bis inkl. S. 432 (Spoiler erlaubt) - bei mir
-) 7. Abschnitt: S. 433 bis inkl. S. 502 (Spoiler erlaubt) - bei Livia
-) 8. Abschnitt: S. 503 bis inkl. S. 577 (Spoiler erlaubt) - bei mir
-) 9. Abschnitt: S. 578 bis S. 655 (Spoiler erlaubt) - bei Livia
-) 10. Abschnitt: S. 655 bis S. 712  (Spoiler erlaubt) - bei mir
-) 11. Abschnitt: S. 712 bis zum Ende (Spoiler erlaubt) - bei Livia
-) Fazit/Rezension/Rezensionslink (keine Spoiler erlaubt) - bei mir


Viel Spaß!

Alles Liebe,
    Janine

Kommentare:

  1. Allgemeine Informationen/Eindrücke zum Buch/Cover/Titel (keine Spoiler erlaubt):

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    1. Hallo meine Liebe

      Ich bin mit dem ersten Abschnitt noch nicht ganz durch, aber ich merke jetzt schon, dass es eine gute Entscheidung war, dem Buch Zeit zu geben. Obwohl ich vor vielen Monaten ein wenig mehr als die ersten hundert Seiten gelesen habe und die mich einfach nur gelangweilt haben, bin ich jetzt schon mitten in der Erzählweise angekommen und kann mir gut vorstellen, dieses Buch bald sehr zu mögen, weil es mich gar nicht (mehr) langweilt.

      Viel Spass noch beim Weiterlesen
      Livia

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    2. Den ersten Abschnitt habe ich gestern Nachmittag schon beenden können, bin aber noch nicht dazu gekommen zu kommentieren. Werde das nachher gleich nachholen. :)
      Ich finde es das Buch jetzt schon total klasse - du hast nicht zu viel versprochen, als du von Murakamis Erzählweise geschwärmt hast. Aber spannend, wie sich die Wahrnehmung doch verändern kann, wenn man sich nun in einer anderen (Lebens)phase befindet und man Dasselbe Monate später noch einmal liest.

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  2. 2. Abschnitt: S. 73 bis inkl. S. 146 (Spoiler erlaubt):

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    1. Ich fühle mich nach wie vor total gefangen von den Geschehnissen. Also, obwohl Toru nur Zuhause ist, gestaltet sich sein Leben gar nicht als langweilig. Ständig passiert irgendwas. Besonders die beiden Damen Kreta und Malta Kano finde ich mysteriös. Zu gerne hätte ich aus Kretas Mund nun noch erfahren, wie es dazu kam, dass sie von Noboru Wataya vergewaltigt wurde! Aber leider ist sie dann ja unerklärlicherweise plötzlich verschwunden gewesen, als Toru zurück ins Wohnzimmer kam ... Eigenartige Frau! Aber ich bin SO gespannt, ob und wenn ja, wann sie wieder auftaucht und ihm die ganze Geschichte erzählt.

      Den doch etwas längeren Exkurs über Noboru und seine Schwester fand ich auch sehr interessant. Ich mag das total, wie Murakami das so laufen lässt. Es geht im Grunde um Toru und es geschehen hin und wieder echt überraschende und eigenartige Dinge und zwischendurch driftet er dann mal kurz in die eine oder andere Erzählung über einen anderen Charakter ab, um dann wieder genau da anzuknüpfen, wo er angefangen hat abzudriften.

      Noboru ist ein schräger Typ. So intellektuell wie Murakami ihn beschreibt und was er mit seinem Leben angefangen hat, sein Wesen und seine Art, sich auszudrücken, finde ich geradezu lächerlich traurig. Ein durch und durch unsympathischer Mensch, dieser komische Kauz. Ich kann Torus Abneigung total verstehen. Was ich noch nicht verstehen kann, ist Torus Abneigung gegen Kumikos Vater. Es gab da einen Streit - aber worum ging es da? Dass Kumikos Eltern auch ein wenig eigen sind, ist klar. - Allein, wie sie Noboru heranwachsen haben lassen und zu welchem Menschen sie ihn gemacht haben, finde ich grenzwertig, aber dass sie ihre Tochter jahrelang bei der Großmutter leben haben lassen, um diese damit versöhnlich zu stimmen, finde ich besonders schlimm. Also ja, ich kann schon erahnen, dass Toru auch mit dem Vater von Kumiko nicht so zurechtkommt, weil er eben ein ähnlich "kranker" Mensch zu sein scheint, wie sein Sohn heute. Ein Wunder, dass Kumiko sich da nichts abgeguckt hat. Normalerweise nehmen Kinder ja immer ein bisschen den Charakter der Eltern mit an, da sie nun mal jahrelang ihrer "Vorbilder" sind, die Menschen, die einem das meiste im Leben beibringen, und wie man auf die Dinge reagiert.

      Witzig fand ich in diesem Abschnitt auch die Glatzenzählerein mit der 16-Jährigen, von der mir jetzt der Name entfallen ist. Naja, jetzt wissen wir aber auch, woher Toru den Namen "Mister Aufziehvogel" hat. ;)

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    2. Liebe Janine

      Mir geht es wie dir. Die für Marukami typisch detailliert beschriebenen Alltagshandlungen, die manchmal fast schon rituell wirken und die immer wieder sehr überraschenden Berührungen mit dem Übersinnlichen, machen dieses Buch zu einer sehr kurzweiligen Lektüre.

      Auch ich hätte Kreta Kano ewig "zuhören" können. Schade nur, dass sie einfach wieder verschwunden ist...
      Aber: was läuft zwischen Toru und seiner Frau schief? Geht sie vielleicht fremd? Das würde auf jeden Fall sehr gut zu ihren "Arbeitszeiten" passen. Auf jeden Fall stimmt da doch etwas nicht...oder verhalten sie sich einander gegenüber immer so distanziert?

      Natürlich ist auch mir Noboru überhaupt nicht sympathisch. Der Kater von Toru ist ja nach ihm benannt. Erinnere ich mich richtig? Ich denke, dass Noboru deshalb noch eine wichtige Rolle spielen wird bei der "Aufklärung" des Falles um den vermissten Kater.

      Zwischen Toru und Kumikos Vater muss sich auch gar nicht unbedingt etwas total schlimmes ereignet haben. Es kann ja auch sein, dass sie so oder so schon eine nicht ganz einfache Beziehung hatten und dann ein belangloser Streit sie entzweit hat. Vielleicht ging es aber auch um Noboru und das hängt alles irgendwie zusammen.

      Ja, das war total witzig. Wie kommt man nur auf so eine schräge Idee? Das hat die rätselhafte Stimmung komplett aufgelockert und mir einfach total gut gefallen. Perfekt gemacht :-)

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    3. Das habe ich mich auch schon gefragt, was zwischen Toru und Kumiko nicht passt? Wird man so zueinander, wenn man langjährig zusammen/verheiratet ist, oder gibt es da etwas Tieferliegendes? Irgendwie wirkt deren Beziehunhg recht lieblos ... Vielleicht geht Kumiko ja tatsächlich fremd? Was hatte das z. B. zu bedeutden, dass Kumiko den Kater in der "Gasse" gesehen hat, wenn man da doch eigentlich gar nicht durchgehen kann. Da geht man nur hin, wenn man dort was zu tun hat, dachte zumindest Toru am Anfang. Ihr eventuelles Fremdgehen würde schon zu den längeren Arbeitszeiten passen, ja. Aber vielleicht macht sie auch länger, um finanziell keine Sorgen haben zu müssen, seitdem Toru arbeitslos ist? Wir werden sehen!

      Ja, genau, der Kater ist nach Kumikos Bruder benannt. Ich habe mich eh gefragt, weswegen sie den Namen genommen haben bzw. warum sich Toru dagegen nicht gewehrt hat, wenn er den Mann so gar nicht leiden kann. Aber was der Bruder mit dem Verschwinden der Katze zu tun haben soll, weiß ich absolut noch nicht.

      Anscheinend ist das Murakamis Humor? - Gar nicht immer so offensichtlich, aber zum Kichern und Schmunzeln ist dann doch so einiges. :)

      Viel Spaß beim Weiterlesen!

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  3. 4. Abschnitt: S. 225 bis S. 296 (Spoiler erlaubt):

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  4. 6. Abschnitt: S. 359 bis inkl. S. 432 (Spoiler erlaubt):

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  5. 8. Abschnitt: S. 503 bis inkl. S. 577 (Spoiler erlaubt):

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  6. 10. Abschnitt: S. 655 bis S. 712 (Spoiler erlaubt):

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  7. Fazit/Rezension/Rezensionslink (keine Spoiler erlaubt):

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