[Rezension] Der Kleine Prinz | Antoine de Saint-Exupéry

Montag, 31. August 2020


Seiten: 93
Verlag: Arche
deutsche Ersterscheinung: 1950
ISBN: 9783716025017
Format: Taschenbuch
Originaltitel: Le Petit Prince 
Übersetzung: aus dem Französischen von Grete und Josef Leitgeb
Genre: Roman, Fantasy, Kinderbuch

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Mein Lesezeitraum: 17. - 22. Aug. 2020  (= 6 Tage)






Die Buchrückseite
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Eines Tages, vor vielen, vielen Jahren, muss ein Pilot mitten in der Wüste notlanden. Am andern Morgen weckt ihn eine Stimme. Es ist der Kleine Prinz, der seinen Planeten mit den drei Vulkanen und der eitlen Rose verlassen hat, weil er einen Freund sucht ...

Mitten im Zweiten Weltkrieg zeichnete und schrieb der französische Pilot Antoine de Saint-Exupéry ein »Märchen für Kinder«, den Kleinen Prinzen: sein Bekenntnis für mehr Menschlichkeit in einer Welt des Unfriedens.


Der Erste Satz
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Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal in einem Buch über den Urwald, das »Erlebte Geschichten« hieß, ein prächtiges Bild.


Meine  Meinung
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Kinderaugen sehen das Wesentliche

Wer selbst Kinder hat, weiß, dass diese die Dinge anders wahrnehmen als wir Erwachsene. »Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« - Diese Aussage stammt vom Kleinen Prinzen und dieser ist ein Kind oder zumindest ist er wie ein Kind. Seine kindliche Neugier, seine Fantasie und Kreativität sprechen auf jeden Fall dafür. All das ist uns im Laufe des Erwachsenwerdens zu großen Teilen verloren gegangen. Man hat es uns sozusagen aberzogen. Und das finde ich unglaublich traurig.

Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse.
(S. 67)

Der Sonnenuntergänge liebende Kleine Prinz trifft eines Tages auf der Erde in der Wüste auf den Ich-Erzähler und dann erfährt der Leser alles über seine Herkunft, seine Reisen auf andere Planeten und über seine Person. Auf seine ganz eigene, kindliche und unschuldige Art stellt der Kleine Prinz den Leuten, die er auf seinen Reisen trifft, Fragen und wundert sich mehr und mehr über die Eigenartigkeit der großen Leute. Eine gewisse Enttäuschung über Erwachsene macht sich breit und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto schwerfälliger liest sich das Ganze. Man bekommt einfach immer mehr eine Ahnung davon, wie lächerlich sich der erwachsene Mensch doch benimmt und wie verwirrend das für Kinder sein muss.

Kinder müssen mit großen Leuten viel Nachsicht haben.
(S. 18)

Diese zum Ende hin in meinen Augen sehr traurige Geschichte aus dem Blickwinkel eines Kindes ist bestimmt auch was für Kinder, aber wahrscheinlich nur für ältere Kinder, die die Botschaft darin auch schon verstehen können. Viel wertvoller ist das Buch allerdings für Erwachsene, da sie einem vor Augen führt, was wirklich wesentlich ist und genau das haben die Erwachsenen ja verlernt zu sehen. Vielleicht bekommt man mit diesem Buch wieder einen klareren Blick dafür. Kinder sind wundervoll und wer diese vorher schon mochte, wird sie nach dieser Lektüre noch viel mehr lieben!


Persönliche Bewertung
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Der Autor
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Quelle

Antoine de Saint-Exupéry wurde am 26.6. 1900 in Lyon geboren. Er verlor früh den Vater und wurde von der Mutter auf dem Schloss de La Mole erzogen. Er war Schüler in einem Jesuitenkolleg, später Architekturstudent in Paris, Soldat bei der Luftwaffe, Handelsvertreter. In den zwanziger Jahren wurde er Flieger und flog die Strecke Toulouse-Casablanca-Dakar. 1927-29 war er Direktor des Flugplatzes Cap Juby/Rio de Oro, 1929 wurde er Direktor der Aeroposta Argentina in Buenos Aires. 1931 Heirat. 1934 Eintritt in die Air France. Längeres Krankenlager nach einem Flugzeugunfall. Im September 1939 wurde Saint-Exupéry Pilot in einer Aufklärer-Staffel, im Dezember 1940 ging er nach Amerika, 1943 kam er nach Nordafrika. Seit 31.7. 1944 ist er vermisst. Wahrscheinlich haben ihn auf der Höhe von Korsika deutsche Jäger abgeschossen.

Kommentare:

  1. Hallo Janine,

    mir hat Der kleine Prinz wie dir sehr gut gefallen. :) Du hast recht, es ist wirklich ein traurig und zugleich doch sehr schönes Buch.
    Sehr empfehlen kann ich dir auch den Film Der kleine Prinz von 2015. Er erzählt nicht direkt die Geschichte aus dem Buch, hat aber viel damit zu tun und ist ziemlich gesellschaftskritisch. :)

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Hallo liebe Anna,
      mir geistert die Geschichte heute noch im Kopf herum. Sehr gerne schaue ich mir auch mal den Film dazu an. Danke, danke für den Tipp!
      Alles Liebe,
      Janine

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