[Rezension] Asche zu Asche | Elizabeth George

Donnerstag, 27. Februar 2014


Informationen zum Buch:

-) Seiten: 757
-) Verlag: Goldmann
-) Ersterscheinung: 1995
-) ISBN: 9783442437719
-) Format: Taschenbuch
-) Wert/Preis: [A] 10,30 €  [D] 9,95 €
-) Originaltitel: Playing for the Ashes
-) Genre: Kriminalroman
-) Wissenswertes: Band # 7 der Inspector Lynley & Barbara Havers - Reihe

Zum Buch? - Verlagshomepage
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Lesezeitraum: 9. - 25. Februar 2014



Persönliche Bewertung5 *****


Die Autorin:

© Michael Stadler

Elizabeth George begann erst spät mit dem Schreiben. Sie lehrte zuvor Englisch und Literatur sowie Creative Writing an der Universität. Schon immer war Elizabeth George fasziniert von allem, was mit England zu tun hat. Die britische Literatur, die Lebensart und das typisch Englische haben sie stark beeinflusst. Heute besitzt die Autorin neben ihrem Wohnsitz auf Whidbey Island im Bundesstaat Washington eine Wohnung in London und unternimmt regelmäßig ausgedehnte Reisen auf die britischen Inseln zur Recherche ihrer Bücher. Und so gelingt es ihr - vielleicht gerade weil sie keine Einheimische ist - auf wunderbare Art und Weise, ein England zu beschreiben, wie es lebendiger und authentischer kaum sein kann. Ihre Romane zeichnen sich durch tiefe Menschenkenntnis und liebevolle Detailtreue aus und wurden nicht umsonst mit zahlreichen renommierten Preisen und Auszeichnungen bedacht. Mit jedem ihrer Bücher stürmte Elizabeth George die internationalen Bestsellerlisten, und auch die Ausstrahlung der kongenialen Verfilmungen ihrer Bestseller begeistert seit Jahren ein Millionenpublikum.




Der erste Satz:

Chris ist weg, um am Kanal ein Stück mit den Hunden zu laufen.
 
 
Der Inhalt:

7. Fall für Inspector Lynley und Sergeant Barbara Havers. Ein Milchmann macht auf seiner Runde eine merkwürdige Entdeckung. Als er zu dem Haus kommt, das er immer beliefert, steht eigenartigerweise nicht nur die Milch von der letzten Lieferung noch unberührt da, auch der Briefkasten ist randvoll. Kurzerhand beschließt er, nachzusehen, ob mit der Bewohnerin des Hauses alles in Ordnung ist. Da die Haustüre aber verschlossen ist und er durch das Fenster kaum etwas erkennen kann, weil alles dunkel, staubig und verrußt durchscheint, ruft er sicherheitshalber die Polizei.
Erste Untersuchungen haben schnell ergeben, dass hier ein Schwelbrand eine Leiche gefordert hatte - und auch, dass das wohl beabsichtigt gewesen sein dürfte. Zu aller Überraschung handelt es sich bei dem Toten um keinen Geringeren als um Kenneth Fleming - DEM Superstar im Cricketsport.
New Scotland Yard schaltet sich infolgedessen ein und Lynley und Havers treten in Aktion ...


Meine Meinung:

"Am Ende sind wir beide voneinander abhängig."

Das war jetzt bereits mein 7. Buch, in dem ich den adeligen Inspector, Sir Thomas Lynley, und seine etwas verschrobene Kollegin, Sergeant Barbara Havers, bei ihren Ermittlungen begleitet habe.
Wie bei den vorherigen Bänden kommt auch in Asche zu Asche die Spannung nicht zu kurz.
Erzählt wird hier aus der Sicht Lynleys, Barbara Havers und in diesem Fall auch großteils aus Olivias Sicht, die eine wirklich interessant ausgedachte Protagonistin mit einem Charakter, den man nach und nach kennenlernt und auch liebgewinnen wird, ist.
Elizabeth George erzählt mit einer solchen Intelligenz und Raffinesse die Umstände dieses rätselhaften Todes und der damit verbundenen Unwahrheiten. Sie beschreibt die Beziehungen, Gedanken und Verhaltensweisen aller Protagonisten, sowohl der Altbekannten, als auch der Neuen, auf eine so realistische und anschauliche Art und Weise, dass jeder Satz, den man liest, Vergnügen bereitet. Kurz gesagt: sie schafft es, den Leser fast ganz bis zum Schluss immer wieder auf eine andere Fährte zu locken, um dann am Ende die Bombe platzen zu lassen. - Selbst als ich dann einige Male dachte: "Jetzt weiß ich aber, was hier gespielt wird", ist die Autorin mit neuen Informationen angerückt und hat mich wieder staunen lassen, wie falsch ich doch gelegen habe.
Und zum Schluss sollen natürlich die ausführlichen und wundervollen Beschreibungen der Schauplätze auch nicht unerwähnt bleiben. - 100%ig bildhaft geschrieben und teilweise so faszinierend zu lesen, dass es mich nur noch tiefer in die Geschichte hineingezogen hat.

Also für mich ein rundum gelungener sowie fabelhafter 7. Lynley-Havers-Fall. Aber nichts anderes habe ich von Elizabeth George erwartet und bin ich von ihr ohnehin schon gewöhnt.
Deswegen vergebe ich für dieses Werk die verdiente, volle Sternezahl: 5!
 
 

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