Sonntag, 24. März 2019

[Rezension] Das Honigmädchen | Claudia Winter


Seiten: 422
Verlag: Goldmann
Ersterscheinung: 18. März 2019
ISBN: 9783442485741
Format: Klappenbroschur
Preis: [A] 10,30 €  |  [D] 9,99 €
Genre: Roman

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Mein Lesezeitraum: 17. Feb. - 20. März 2019  (= 32 Tage)




Der Klappentext
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Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist ...


Der Erste Satz
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Es war der erste richtige Frühlingstag nach jenem Winter, den die Leute aus Loursacq l'hiver des oliviers noirs nannten – den Winter der schwarzen Olivenbäume.


Meine  Meinung
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Bienenzauber und provenzalische Beziehungsprobleme 

Das Honigmädchen war mein erstes Buch von Claudia Winter und nach Beendigung der Geschichte bin ich nicht abgeneigt, zukünftig weitere Werke der Autorin zu lesen. Thematisch passt es zu einem meiner zuletzt gelesenen Bücher (Die Geschichte der Bienen) und vom Cover (aber auch vom Inhalt) her passt es einfach super zum nun immer wärmer werdenden Wetter, zum Frühling und zum Sommer.

Es handelt sich um eine Geschichte, in der es zu großen Teilen um die Streitigkeiten (bzw. deren Beilegung) zwischen Mutter und Tochter geht. Liebestechnisch geht es ebenfalls heiß her, und das nicht nur EIN Pärchen betreffend. Der Zauber der Provence scheint hierbei allerdings einiges beigetragen zu haben. ;) Und nicht zu vergessen: die Bienen! Die Bienen sind immer irgendwie inkludiert und beeinflussen die Handlung oftmals auf sehr zauberhafte Art und Weise. Außerdem sind Bienen äußert feinfühlige Wesen, sie erkennen sofort, wenn jemand unsicher oder noch nicht so weit ist. Darüberhinaus verraten sie einem die Wahrheit - immer. So zumindest werden die kleinen Tierchen hier dargestellt.

Wie das nun alles zusammenspielt, wird sehr unterhaltsam und verfolgenswert von Claudia Winter erzählt. Ganz ohne Kitsch kommt der Roman aber leider nicht aus. Das eine oder andere Klischee wird bedient. Aber mir hat das nicht viel ausgemacht, denn so oder so ähnlich habe ich das schon erwartet. Ich habe den ab und an auftauchenden wenig realistischen Kitsch einfach mit einem freundlichen Augenverdreher hingenommen und den Inhalt ansonsten köstlich genossen.

Ganz besonders hervorzuheben ist in meinen Augen Claudia Winters bezaubernder Schreibstil. Sehr bildmächtig wird Das Honigmädchen erzählt, mit einem ganz feinen Auge für (alltägliche) Details, über die eigentlich niemand nachdenkt, die aber trotzdem wahrgenommen werden und die, in Worte gefasst, ihren ganz eigenen Charme versprühen. In dem Roman finden sich keine Überflüssigkeiten, alles hat seine Bedeutung, alles seinen Platz. Wahnsinnig schöne, Sehnsucht auslösende Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen runden das Ganze perfekt ab.

Das Honigmädchen ist ein emotional durchmischter Roman, mit dem man sich hervorragend die Zeit vertreiben kann und der einem die ersten schönen und warmen Sonnentage des Jahres versüßt. Leseempfehlung!


Persönliche Bewertung
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Die Autorin
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© Claudia Toman, Traumstoff

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und dem Labrador Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.


2 Kommentare:

  1. Hallo Janine,

    dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte besonders die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, sie wirkte sehr authentisch und dass, obwohl Claudia Winter selbst keine Kinder hat. Das hat mir imponiert. Auch die Szenen mit den Bienen finde ich sehr schön dargestellt.
    Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin. Sie hat mir auf der Messe dazu etwas verraten und leider muss das bis dahin geheim bleiben.

    Liebe Grüße
    Barbara

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    Antworten
    1. Liebe Barbara,
      ja, das stimmt: die Autorin hat sich wirklich Mühe gegeben, die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung authentisch darzustellen. Das habe ich in meiner Rezi vergessen zu erwähnen.
      Wie es scheint, hast du bereits alle anderen Bücher von Claudia Winter gelesen? ;) "Das Honigmädchen" war mein erstes Buch der Autorin, aber ich habe glücklicherweise ja noch "Glückssterne" von ihr auf dem SuB, auf das ich mich freuen kann. :)

      Alles Liebe,
      Janine

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