Mittwoch, 9. April 2014

[Rezension] Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | Jonas Jonasson


Informationen zum Buch:

-) Seiten: 413
-) Verlag: carl's books
-) Erscheinungsjahr: 29. August 2011
-) ISBN: 9783570585016
-) Format: Klappenbroschur
-) Wert/Preis: [A] 15,50 €  [D] 14,99 €
-) Originaltitel: Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann
-) Genre: (Schelmen)roman

Zum Buch? - Verlagshomepage
Reinlesen? - Leseprobe

Lesezeitraum: 4. - 9. April 2014



Persönliche Bewertung:  5 *****


Der Autor:

© Sara Arnald

Jonas Jonasson, geb. 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist. Später gründete er eine Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er seine Firma, zog in den Schweizer Kanton Tessin und schrieb seinen ersten Roman. Der Hundertjährige wurde zum weltweiten Bestseller und erscheint in 30 Ländern. Inzwischen lebt Jonasson auf der schwedischen Insel Gotland.






Der erste Satz:

Man möchte meinen, er hätte seine Entscheidung etwas früher treffen und seine Umgebung netterweise auch davon in Kenntnis setzen können. 


Die Buchrückseite:

Allan Karlsson wird hundert Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch er steigt kurzerhand aus dem Fenster (im Erdgeschoss) und verschwindet (zum Bahnhof) - und schon bald steht das ganze Land wegen seiner Flucht auf dem Kopf.

Jonas Jonasson erzählt ein herrlich komisches ''road movie'' und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, in den letzten hundert Jahren aber trotzdem immer in die großen historischen Ereignisse verwickelt war.


Meine Meinung:

Das unfassbar geniale Leben des Allan Karlsson

Der Roman besteht aus abwechselnden Kapiteln aus der Gegenwart (2005) und dem 20. Jahrhundert, wo man als Leser, nach und nach, alle wichtigen Stationen aus Allan Karlssons Lebensgeschichte erzählt bekommt.
Alles fängt damit an, dass der Hundertjährige Allan aus dem Fenster, aus einem Seniorenheim in Malmköping in Schweden, steigt. Er hat es satt. - Wenn er noch am Leben bleiben muss, dann will er sich wenigstens nicht an die dämlichen Altersheimregeln, die ihm die Giftspritze (Schwester Alice) vorgebetet hat, halten. Und er will gefälligst seinen Schnaps haben. Also haut er einfach ab, also zuerst mal zum Busbahnhof. Und ab da nehmen die Dinge ihren (unfassbaren) Lauf.

Allan ist ein wahnsinnig herzerwärmender, alter Mann, der in seinem Leben schon so viele Orte dieser Erde gesehen hat (wenn auch nicht immer ganz freiwillig), so viele große Persönlichkeiten kennengelernt und mit ihnen Freundschaft geschlossen hat, und so viel unfassbar Absurdes erlebt hat, das es, wenn man es liest, einfach unglaublich ist. Unglaublich deshalb, weil Allan nicht nur der größte Glückspilz weit und breit sein dürfte, nein, er hat sich mit seiner humorvollen, gelassenen Art und seiner Einstellung zum Leben auch immer wieder aus so mancher scheinbar wirklich aussichtslosen Situation erfolgreich hinausmanövriert.

Ich als Leser wurde auf so gut wie fast jeder Seite prächtig unterhalten. Zwar habe ich ein paar Seiten gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte, aber diese herrlich einfallsreiche und amüsante Geschichte hat mich schon sehr bald nicht mehr losgelassen und mich dermaßen oft zum Schmunzeln gebracht, wie es bei mir schon lange kein Buch mehr geschafft hat. Allan Karlsson, dieser listige Hund, wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben. ;)

 

13 Kommentare:

  1. Mir hat das Buch total gut gefallen, war eines meiner Lesehighlights im vergangenen Jahr. Jetzt habe ich das Hörbuch vom 2. Roman des Autors gehört, Die Analphabetin, die rechnen konnte, war auch toll :)

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    1. ☺ Bis jetzt hat dieses Buch im Jahr 2014 die Nase ganz vorne bei mir. "Die Analphabetin, die rechnen konnte" habe ich auch noch ungelesen bei mir hier liegen, wird aber bestimmt nicht mehr lange dauern, dann fange ich auch damit an. ;-)

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  2. Ui, das Buch liegt ja auch auf meinen SuB und nachdem ich nun einige negative Meinungen gelesen habe, stimmt mich deine Rezension ja wieder froh! ;) Hab aber bisher noch nicht die Muße gehabt, dass Buch anzufangen, aber vllt schaffe ich es ja bald! :D

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    1. Solltest du auf jeden Fall bald tun, meine Liebe. Gestern habe ich den Kinofilm dazu gesehen und wie du vielleicht vermuten wirst: Ja, das Buch IST besser! ;-)

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    2. Ha, das passt ja! :) Irgendwie ist der Film nur selten besser, je größer der zeitliche Abstand zum Lesen des Buches, umso besser wird der Film! ;)

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  3. haha jaa das klingt ja als wäre das Buch genauso durchgeknallt, aber nach der Eingewöhnung toll unterhaltsam wie die Analphabetin. Jaa dann muss ich mir das wohl auch noch holen auf jeden Fall :-).

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  4. Ich hab das Buch zu Weihnachten bekommen und mir hat es auch sehr gut gefallen. Genau wie du brauchte ich meine Zeit um reinzukomen, die permanent indirekte Rede macht es einem da nicht ganz einfach, aber dann hat es mir doch gefallen. Teilweise war es ja wirklich so absurd (da denke ich aber an den kleinen Kim Jong-un, der so bitterlich weint weil Onkel Stalin gestorben ist), aber trotzdem lustig. Dennoch scheiden sich an diesem Buch wohl die Geistern, entweder man findet es großartig oder kann mit diesem Humor so gar nichts anfangen. Dazwischen gibt es wohl wenig.

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    1. Stimmt, an diesem Buch scheiden sich wirklich die Geister.
      Für mich war es jedenfalls ganz große Unterhaltung. Vor allem Herbert Einstein war zum Schießen, nicht? ;-D

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    2. Ja, doch, den fand ich auch nett^^

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  5. Ich persönlich konnte mit dem Buch aus verschiedenen Gründen nicht so viel anfangen und muss gestehen, dass ich es sogar abgebrochen habe. Aber zum Glück sind ja die Geschmäcker so verschieden. Das bestätigt mich eigentlich in meiner Meinung, dass mein neuer Ansatz (in meinen Buchbesprechungen verzichte ich seit einiger Zeit auf ein Punkte-System der Wertung) nicht so verkehrt liege.
    Vermutlich ist es ein gutes Zeichen, wenn sich an einem Buch die Geister scheiden.

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    1. Ich würde auch sagen, dass es äußerst gut ist, dass Geschmäcker verschieden sind. Wo kämen wir denn hin, wenn alle dasselbe lieben/lesen würden!?^^
      Mir ist beim Hundertjährigen auch aufgefallen, dass man ihn entweder bombig gut fand oder schlecht/abgebrochen hat. Das Mittelding, sprich weder gut, noch besonders schlecht: diese Meinung treffe ich ganz selten an!
      Lieben Gruß! ♥

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  6. Ich habe das Hörbuch gehört. Mir war nicht bewusst, dass es eine gekürzte Version war. Ich fand das Buch streckenweise recht amüsant, aber so richtig überzeugt hat es mich nicht. Die Analphabetin werde ich mir von daher nicht geben. :)

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    1. Auch hörbuchmäßig nicht geben, nehme ich an? ;)

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