[Blog - Leserunde # 14] Bis ans Ende der Geschichte | Jodi Picoult

Mittwoch, 23. September 2015



Herzlich willkommen zur gemeinsamen Leserunde zu Jodi Picoults Neuerscheinung: Bis ans Ende der Geschichte.
 
Ich habe heute, wie auch schon bei Neunzehn Minuten und In einer regnerischen Nacht, die Ehre, den Gastblog für unser Geplauder zur Verfügung stellen zu dürfen.
Seitdem ich Neunzehn Minuten im Februar 2015 gelesen habe, bin ich ein kleiner Jodi Picoult-Fan und freue mich deswegen schon ganz lange auf das Lesen von folgendem Buch ...

 
 
Informationen zum Buch:

-) Seiten: 554
-) Verlag: C. Bertelsmann
-) Ersterscheinung: 31. August 2015
-) ISBN: 9783570102176
-) Format: Hardcover mit Schutzumschlag
-) Wert/Preis: [A] 20,60 €   [D] 19,99 €
-) Originaltitel: The Storyteller
-) Genre: Roman

Zum Buch? - Verlagshomepage
Reinlesen? - Leseprobe 
 





Der Klappentext:
 
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie geht in ihrem Beruf auf und stört sich nicht daran, dass sie nachts arbeiten muss, wenn die meisten Menschen schlafen. Im Gegenteil, seit ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, bei dem Sage am Steuer saß, ist sie menschenscheu geworden. Selbst ihr Liebesleben spielt sich im Verborgenen ab, denn sie hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann.
Um ihr Trauma zu verarbeiten, besucht sie eine Trauergruppe. Ein Mitglied dieses Gesprächskreises ist der 90-jährige Josef Weber. Der frühere Deutschlehrer ist wegen seiner Hilfsbereitschaft im Ort sehr beliebt. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Er gesteht ihr, dass er als junger Mann in Deutschland schwere Schuld auf sich geladen hat und möchte nun, dass Sage ihm hilft, seinem Leben ein Ende zu setzen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Das stürzt Sage in einen tiefen Gewissenskonflikt. Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


 *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *          *
 
An der Leserunde teilnehmen werden ...

-) Alex (Yunika's Bücherwelt)
-) Andrea (LeseBlick)
-) Diana (BuchBria)
-) Julia (Julias Sammelsurium)
-) Martina (Martinas Buchwelten)
-) Sabine (Buchwelten)
-) Svenja (The Book Thief)
-) und ich

 
Lust mitzumachen?
Aber wie immer dürfen gerne auch alle anderen, die sich uns spontan anschließen möchten, ebenfalls an der Leserunde teilnehmen. Nur keine Scheu - einfach fragen: also unten in den Kommentaren bei Allgemeines Geplauder melden. Ihr seid herzlich eingeladen!
 
Achtung!
Und wenn ihr das Buch zwar am SuB habt, aber nicht mitlesen wollt, rate ich euch, nicht zu sehr in den Kommentaren unten zu schmökern, denn da wird ordentlich gespoilert.
 
 
Einteilung der Leseabschnitte:

1. Abschnitt: Anfang - S. 116
2. Abschnitt: S. 117 - 238
3. Abschnitt: S. 239 - 323
4. Abschnitt: S. 324 - 430
5. Abschnitt: S. 431 - Ende



Nun kann es losgehen ...
Ich wünsche uns eine schöne & diskussionsreiche Leserunde! ☺
 
 

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Freue ich mich auf meinen Feierabend heute Mittag <33333
      Ich muss sagen unsere Runde wird immer schöner, weil so viele tolle neue Leserinnen uns Gesellschaft leisten.
      Ich freu mich auf euch und natürlich auch auf das Buch :)

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    2. Ich war gerade ganz überrascht wie viele wir sind. Aber freut mich auch :)

      Gerade eben hab ich auch gute Nachrichten bezüglich meiner Bachelorarbeit erhalten, also kann ich heute Mittag ganz entspannt das Buch beginnen!

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    3. Gute Nachrichten zwecks BA klingt gut. Hab nen guten Start ins Buch ;)

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    4. Da ich das Buch schon gelesen habe, werde ich einfach ab und an eure Kommentare anschauen :) Ich bin sehr gespannt, was ihr von dem Buch haltet

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    5. Nur ein kleine Vorschlag am Rande.
      Wollen wir Abschnitt 2 vielleicht bis S. 237 lesen? Dann endet das mit dem ersten Teil. Hab Angst das wir dann 2 Cuts drin haben, wenn wir den Abschnitt 16 Seiten vorher beenden.
      Nur nen Vorschlag, kein Muss ;)

      Ich starte jetzt!

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    6. Ich freue mich auch schon sehr auf das Buch und weil ich es kaum erwarten kann, unterbreche ich erstmal mein 1000 Seiten Buch. Leider komme ich erst morgen richtig zum Lesen.

      Von mir aus kann der 2. Abschnitt auch bis 237 gehen, ich bin da flexibel ;)

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    7. Hallo ihr Lieben! :)
      Ich freue mich auf die gemeinsame Runde mit euch, ich habe schon die ersten 70 Seiten gelesen ...
      Und Andrea, du hast natürlich recht, es ist, glaube ich, wirklich besser, wenn ich den zweiten Abschnitt anpasse, so wie du es geschrieben hast. Ich ändere das nachher. ;)
      Alles Liebe ♥, ich wünsche euch eine gute Landung im Buch!

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    8. Ja, und von Martina soll ich ausrichten, dass, wenn sie sich heute noch nicht hier meldet, mit ihrem Laptop Schwierigkeiten hat, sprich er wird neu aufgesetzt. Nicht, dass ihr euch Sorgen macht ... ;)

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    9. Wow, ihr seid alle schon so fleißig am lesen :) Ich werde erst heute Abend richtig einsteigen können und teile jetzt erst mal die Abschnitte ein. Gestern habe ich zufällig eine sehr schöne Rezi zu dem Buch gelesen (weiß aber leider nicht mehr wo), freue ich mich nun sehr auf diese Geschichte.

      Ich wünsche euch viele schöne gemeinsame Lesestunden :)

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    10. Hallo ihr Lieben!
      Ich bin auch dabei :-) - habe aber nochnicht so viel lesen können. Ich habe nur eine Bitte, liebe Janine, ich lese auf dem dem Ebook-Reader und der hat andere Seitenangaben. Könntest du vielleicht dazuschreiben, wann die eingeteilten Abschnitte enden - sind es Kapitel oder Teile? Wenn das nicht geht, muss ich die Sieten irgendwie umrechnen - kriege ich auch hin. :-)
      Ich freue mich auf jeden Fall - und wünsche uns allen eine schöne Leserunde.
      LG Sabine

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    11. @Sabine:
      Der 1. Abschnitt ist nach dem ersten Erzählstrang von Leo vorbei.
      Der 2. Abschnitt bevor TEIL II des Buches beginnt.
      (Abschnitt 3 ist schwer zu erklären, also anders^^)
      Der 4. Schnitt beginnt mit MINKA und den Worten "Eine Zeit lang verschwanden Leute..." und geht bis zum ENDE von TEIL II.
      Der 5. Abschnitt startet dann mit TEIL III des Buches.

      Hoffe das klappt so :P

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    12. Danke, Andrea!
      Tut mir leid Sabine, das habe ich erst gar nicht bedacht, dass auch jemand das E-Book lesen könnte ... :-/

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    13. Hallo ihr Lieben!
      Mein PC läuft noch nicht und wenn der Mann meiner Nichte ihn heute nicht fertig bringt, dann werde ich wohl erst wieder am Dienstag (!) Zugriff zu meinen Mails usw. haben. Da mein Mann noch nicht zuhause ist, kann ich jetzt mal auf seinem Laptop tippen und ich werde dann auch gleich meinen Senf zum Leseabschnitt 1 abgeben. Am Samstag ist meine Tochter am Münchner Oktoberfest, da kann ich ihren Laptop benutzen, aber dann sieht es wieder mau aus....aber vielleicht bekommen wir es heute hin....bin aber eher skeptisch! Aber ich denke ich kann immer irgendwie mal kurz zu den Leseabschnitten posten.
      Liebe Grüße
      Martina

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    14. Alles gut, Martina! Danke für die Information. :)
      Schön, dass du es dir trotzdem nicht nehmen lässt, dabei zu sein. - Trotz der Komplikationen!
      Alles Liebe ♥

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    15. Hmm - wo ist denn mein Kommentar hin? Einfach verschwunden...

      Danke, Andrea, für die Kapiteleinteilung - das hilft mir schon sehr. Und ist doch nciht schlimm, Janine - dafür kann ich doch fragen. :-)

      LG Sabine

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  2. Antworten
    1. Die ersten 116 Seiten habe ich nun beendet.

      Zuerst einmal habe ich mich schon seit längerem gefragt, warum ein Buch von Picoult auf einmal im Bertelsmann Verlag erscheint. Ich vermute der Unterschied liegt in der Story. Picoults Geschichten handeln ja sonst immer um Mütter und deren Geschichten, dass ist hier nicht der Fall.

      Sage ist hier unsere Prota, bis jetzt habe ich zu ihr noch nicht den Draht gefunden, was glaub ich daran liegt, dass ich wenig Verständnis für Menschen habe, die sich aufgrund von optischen Makeln verstecken. Ihre Schuldgefühle kann ich verstehen, aber ihr Lebensstil ist seltsam und dann das mit Adam, dem verheirateten Mann.. hmmm. Bin gespannt, wie sich ihre Geschichte entwickelt.

      Zu Josef kann man noch wenig sagen. Interessant, dass er sich Sage so schnell anvertraut.
      Ein bisheriger Minuspunkt ist, das Sage sich so schnell an die Polizei wand und nun Leo Stein schon ins Spiel kommt. Vom Ablauf hätte ich es glaub ich besser gefunden, wenn Josef Sage erst seine Taten erzählt und DANN während des Gewissenskonflikt die Polizei kontaktiert. Ich hoffe dieser Leo Stein nimmt nicht allzu Platz während des nächsten Abschnitts ein. Für mich ist es einfach zu früh...

      Was glaubt ihr in welchem Zusammenhang der kursiv geschriebene Teil der Ania zur Geschichte steht. Finde ich schon recht interessant. Nun ist sie ganz auf sich alleine gestellt.

      Wie findet ihr den Wechsel der Erzählperspektiven in Zusammenhang mit dem Wechsel der Schriftart?
      Ich finde es gut gemacht. Kenne ich bisher noch nicht.

      Nun freue ich mich auf eure Meinungen.
      Heute werde ich wohl nicht mehr viel lesen. Serie gucken ;)

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    2. Du hast Recht, ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass es ein anderer Verlag ist. ^^

      Sage finde ich jetzt auch nicht mega sympathisch, aber Andrea und Janine wissen ja schon, dass ich bisher immer das Problem hatte nicht richtig in die Geschichte hinein zu finden. Dieses Problem habe ich diesmal zumindest nicht. Ich bin zwar nicht in einem Leserausch, habe aber definitiv Lust auf das Buch.

      Ob Leo zu früh auftaucht weiß ich gar nicht. Da hab ich mir nicht so Gedanken drüber gemacht. Fühlt sich aber nicht so an. Ich muss sagen, ich finde ihn richtig toll. Könnte mir gut vorstellen, dass er mein Lieblingscharakter wird. Vor allem merkt man ihm seine Leidenschaft für seinen Beruf an, es ist für ihn ja mehr eine Berufung. Finde ich total toll.

      Über den kursiven Teil habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Ich denke, es hat etwas mit Minka, Sages Großmutter zu tun. Sie kommt ja aus Polen und die kursiven Teile spielen in einem kursiven Dorf. Vielleicht handelt es sich um Minkas Vorfahren? Gespannt bin ich auch darauf, ob tatsächlich ein Tier hinter den toten Menschen und dem Vieh steckt. Kann ich ja nicht so recht glauben.

      Ich kannte das schon mit dem Wechsel der Schriftarten, find das auch ganz gut, nur wundert mich das. Eigentlich kennt man das ja nicht aus den Picoult Büchern. Zumindest nicht so deutlich, dass es durch die Überschriften angekündigt wird.

      Ansonsten hab ich mir mal wieder einige Zitate rausgeschrieben. Da kommen wir voll auf unsere Kosten, oder Janine? ;)

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    3. Interessant, dass das Buch hier schon unterschiedliche Meinungen auslöst :)
      Bin gespannt was die anderen zum Thema Leo sagen :)

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    4. Dass dieses Buch in einem ganz anderen Verlag erschienen ist, hat mich auch kurz gewundert, ich habe dann aber nicht weiter darüber nachgedacht, weil ich nicht gewusst habe, wo man darüber schlau werden kann ...

      Ganz ehrlich: mit Sage kann ich auch noch nichts anfangen. Das Leben, das sie momentan führt, wäre bestimmt nicht meine erste Wahl. Und dass sie sich versteckt, ein so zurückgezogenes Leben führt und hauptsächlich nachts wach ist und dann auch noch eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat - das finde ich persönlich auch alles eher weniger ... gut. Auch, dass eine 25-Jährige mit einem 90-Jährigen befreundet ist, ist ungewöhnlich.
      Josef erscheint mir als 90-Jähriger einfach nicht authentisch. Ich habe (beruflich) so viel mit alten Leuten zu tun gehabt und so wie Josef spricht/denkt, das ist mir so noch nie untergekommen. Was nicht heißen soll, dass es das nicht gibt, aber glaubhaft finde ich es trotzdem nicht.

      So ganz allgemein sind mir die drei Erzählstränge ein bisschen zu viel des Guten. Es verwirrt mich. Überhaupt der Part mit Ania. Wer ist diese Person? Ich finde das so mühsam, irgendwas zu lesen und keine Ahnung zu haben, wie, was, wo und warum. In dem Fall habe ich gerne Klarheit. Und wenn nicht völlige Klarheit, dann wenigstens irgendeinen Anhaltspunkt. Aber Ania ... ? Mein erster Einfall wäre evtl. die Großmutter von Sage. Ansonsten bin ich total ahnungslos und kann nichts weiter dazu sagen.
      Aber das die verschiedenen Erzählstränge in verschiedener Schriftart gehalten sind, gefällt mir gut und erleichtert die Ganze Sache für mich ein wenig.

      Diesmal muss ich sagen, dass ich zwar schon halbwegs gut in der Geschichte gelandet bin, aber so richtig im "Flow" bin ich auch (noch) nicht. Ich hatte vielleicht zu hohe Erwartungen, denn jetzt, nach dem ersten Abschnitt, bin ich sogar ein bisschen enttäuscht, allzu begeistert bin ich nicht.

      Bisher mag ich von allen Charakteren auch Leo am liebsten. Ich finde es interessant, was er über seinen Job berichtet und ganz allgemein, wie er so denkt, das ist mir auf jeden Fall sympathischer als Sages oder Josefs Wesen.

      Ja, Julia! ;) Du hast du sogar schon zwei Zitate gepostet, die ich mir ebenfalls rausgeschrieben habe. :) Ich bin mir auch sicher, dass wir da noch einiges finden werden.

      Jetzt bin ich aber gespannt, was die anderen von Teil eins halten und vor allem, was Abschnitt zwei zu bieten hat ...

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    5. Den ersten Abschnitt habe ich nun auch geschafft. Ich weiss nur noch nicht so ganz, was ich von dem Buch halten soll. Da ich vorher noch kein Buch von Piccoult gelesen habe, kann ich das nicht so beurteilen wie ihr ;)

      So richtig in die Geschichte bin ich noch nicht rein gekommen. Es ergibt so vieles keinen Sinn und so viele Fragen sind noch offen. So vieles ist ungewiss. Das Buch fängt mit Ania an und dann springt es zu Sage. Ab und an springt es dann immer mal wieder zu Ania. Es ist irgendwie logisch, dass man denkt, dass sie irgendwie mit Ania in Verbindung steht. Vielleicht die Ur-Großmutter?

      Mit Sage kann ich so gar nichts anfangen. Ich bin selber sehr zurückhaltend und mag keine fremden Menschen, aber so verhält man sich nicht.Vielleicht ist ihr Gesicht entstellt, aber es gibt genug Menschen, die es schlimmer getroffen hat und die sich noch immer in der Öffentlichkeit zeigen. Am meisten hat mich enttäuscht, dass sie direkt zur Polizei gegangen ist, um Josef als Nazi anzuzeigen. Wenn ich jemanden als Freund betitel, dann würde ich sowas nicht machen, besonders dann nicht, wenn ich nicht die ganze Geschichte kenne.

      Leo dagegen finde ich sympathischer. Er tritt schon etwas zu früh in Erscheinung, aber noch eher abseits der Geschichte. Auf ihn bin ich noch gespannt.

      Josef ist für mich ein großes Rätsel. Ich denke mal, dass er mit seinen Schuldgefühlen nicht mehr leben kann. Dadurch, dass er sich da so um seinen Ruf bemüht hat, wird ihm keiner glauben, dass er mal ein böser Mensch war. Durch sein Engagement hat er vielleicht auch versucht, seine schlechten Taten zu sühnen. Ich weiss es nicht. Für mich wirkt er nicht wie 90. Er wirkt für mich eher wie mitte 50.

      Jetzt bin ich mal gespannt, wie es mit Teil 2 weiter geht. Vielleicht verändert sich die Story noch so, dass sie mich richtig packt ;)

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    6. Mich hat das ehrlich gesagt, auch ein wenig überrascht, dass Sage Josef als Freund bezeichnet und dann hinterrücks mit der Polizei über ihn telefoniert. So was macht man ganz einfach nicht. Das ist hinterlistig und falsch. Wenn sie ihn gerne verurteilt sehen möchte, soll sie ihn nicht in dem Glauben lassen, dass sie seine Freundin wäre ...

      Aber ich kann natürlich auch verstehen, dass sich Sage als Tochter von jüdischen Eltern von Josefs Konfrontation erst mal angegriffen fühlt und da der Verstand im ersten Moment "aussetzt", weswegen sie so gehandelt hat. Und dass es da mehr über Josef zu wissen gibt, daran hat sie evtl. auch nicht gedacht, als sie ihren Anruf bei Leo getätigt hat.
      Nichtsdestotrotz macht sie das für mich nicht sympathischer. Josef aber genauso wenig. Denn eigentlich finde ich es immer schon bedenklich, dass Menschen oft so beeinflussbar sind und manchmal keine eigenen Entscheidungen treffen können oder wollen und dann durch Befehle die schlimmsten Dinge imstande zu verrichten sind. Mitläufertum, oder wie immer man es nennen mag, war mir immer schon einer großer Dorn im Auge ...

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    7. Was dieses Mitläufertum angeht, kann ich ja nur "Die Welle" von Morton Rhue empfehlen. ;)
      Noch wissen wir ja nichts über Josefs Vergangenheit, welche Position er hatte und wie freiwillig er was auch immer getan hat. Aber ganz allgemein kann man ja nicht sagen, dass alle die damals gelebt haben und irgendwie für die Nazis gearbeitet haben Mörder und schlechte Menschen sind. Wenn man in so einem System lebt, dann macht man irgendwann einfach mit, egal ob das einem passt oder nicht. Das mag nicht toll sein, aber man kann trotzdem nicht pauschal sagen, alle Menschen damals waren schlecht.

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    8. Ich habe "Die Welle" schon gesehen, ich kenne es. ;) Und hat mir gut gefallen.

      Nein, das wollte ich so auch gar nicht sagen, dass es schlechte und böse Menschen sind, die damals für die Nazis gearbeitet haben. Das, was ich "verurteile" ist eher dieses völlige Hirnausschalten und keine eigenen wohlüberlegten Entscheidungen zu treffen, nur um nicht aufzufallen oder nur weil man Angst hat, anders zu sein. Und dann möchte ich eine Aussage wie "wenn man in so einem System lebt, dann macht man irgendwann einfach mit ..." nicht gelten lassen. Man hat es ja auch bei "Der Welle" gesehen. Wenn man wie (ich weiß den Namen von dem Mädchen leider nicht mehr) sich gegen das System auflehnt, weil sie erkannt hat, was es eigentlich ist (schlecht), dann wäre es nie so weit gekommen. Sie war mutig, selbstbestimmt und hat das getan, was richtig war. Und das würde ich persönlich bei allen Menschen wünschen: dass sie nicht ohne irgendetwas zu hinterfragen mit dem Strom mitschwimmen, ganz egal, was es für Auswirkungen hat.
      Ich hoffe, ich konnte mich halbwegs verständlich machen?

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    9. Ich kann Julia du nur zustimmen - irgendwann beugt sich fast jeder diesem System. Auch wenn wir uns das schwer vorstellen können. Ich frage mich auch oft, wie es zu dem Ganzen da kam. Aber da muss man ja auch einiges zu betrachten: die Leute waren unzufrieden und haben auch erst relativ spät erst gemerkt, was Hitler wirklich vor hat und dann war es für die meisten Leute einfach ok. Schlecht waren die menschen deswegen nicht. Wie Josef auf Seite 56 sagte: "Gute Menschen udn schlechte Menschen. Als wäre das so einfach. Jeder ist beides zugleich."

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    10. Ich verstehe was du meinst, Janine, sehe das aber trotzdem ein bisschen anders. Bei der Welle ist es eine andere Situation gewesen, wenn man nicht mitgemacht hat, war man "nur" ausgeschlossen.
      Damals war es viel gefährlicher nicht mitzumachen. Wenn du eine Familie hast, eine Frau, Kinder, dann bist du eben Parteimitglied und erfüllst eine Funktion, dann verrätst du verstecke Juden, weil du deine Familie nicht in Gefahr bringen willst. Es kann ja sein, dass man eine andere Meinung hat, aber die äußert man nicht, weil das Gefahr bedeutet.

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    11. Hat es damals wirklich Gefahr bedeutet, jemanden NICHT zu verraten, bzw. man einfach gesagt hätte, man wüsste nichts? War es nicht mehr so, dass man die Leute alle glauben hat lassen, die Juden wären (aus den verschiedensten Gründen) alle schlecht und man sie deshalb "gerne", frei von sich aus, verraten hat?
      Und was wäre schlimmes geschehen, wenn ALLE moralisch gehandelt hätten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle gezwungen worden sind (man ihnen womöglich selbst mit dem Tod gedroht hat), all die Juden zu töten? Für mich ist das alles einfach nicht nachvollziehbar. Ich weiß, dass ich nie so handeln könnte. Das bin ich einfach nicht: ein Mensch, dem man mit irgendwas drohen kann. Ich könnte niemanden umbringen, auch wenn ich damit meine eigene Familie retten würde. Ich könnte mir Zeit meines Lebens nicht mehr in die Augen schauen und nie mehr wieder glücklich werden. Deswegen werde ich diese Kriegsverbrechen auch nie verstehen.

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    12. Ich habe gestern auch den ersten Leseabschnitt gelesen und bin etwas verwundert, dass ich nicht sofort - wie üblich - begeistert bin, denn ich liebe ja die Autorin und bis jetzt habe ich nur sehr gute Bewertungen gesehen...aber wir haben ja erst angefangen ;)
      Gar nicht verstand ich Sage Reaktion, dass sie sofort zur Polizei gegangen ist und Josef anzeigt. Erstens kennt sie ihn noch kaum und zweitens hätte ich mir mal einen Teil seiner Geschichte angehört.
      Sage ist überhaupt ein etwas anderer Charakter und ich bin mir ebenfalls noch nicht sicher, ob sie mir sympathisch ist. Genauso wie Josef...man weiß kaum etwas über ihn. Dafür mag ich Mary, die verrückte Ex-Nonne =)

      Was Andrea angesprochen hat wegen Verlagswechsel und Schrift....diese verschiedenen Schriftarten gab es schon in Picoults letzten Buch "Solange du bei uns bist", das aber noch im Lübbe Verlag erschienen ist...die Taschenbücher sind doch alle bei PIPER erschienen oder???

      Wie wit ich heute zum Lesen komme kann ich noch nicht sagen, da später dann "mein" PC-Mann Windows10!)

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    13. Hey...da hat es einen Teil meines letzten Satzes gelöscht :( Der PC Mann kommt dann und es wird dauern, da ich gleich von Windows XP auf 10 wechsle und wir nicht wissen, ob wir überhaupt fertig werden!

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    14. Guten Abend zusammen,

      soo - dann will ich mal meine Meinung zum ersten Teil von mir geben. :-) Mir gefällt das Buch bisher sehr gut - auch wenn die Geschichte eher ruhig ist und sich mir auch noch nicht alle Erzählstränge erschließen, bin ich doch sehr gut reingekommen. Das mit den verschiedenen Schriftarten finde ich grundsätzlich gut und angenehm, nur mag ich die Schrift von Leo nicht - das kann ja aber auch ein Problem des Ereaders sein.

      Sage ist schon ein sehr spezieller Charakter - ich finde es aber gut, dass sie Ecken und Kanten hat und irgendwie mag ich sie, obwohl ich viele ihre Handlungen nicht nachvollziehen kann. Am wenigsten, dass sie direkt zur Polizei gerannt ist - das verstehe ich überhaupt nicht. Okay - sie hat jüdische Eltern (distanziert sich selber aber ja eigentlich vom Glauben) und fühlt sich betroffen, das mag zu einer "Kurzschlussreaktion" führen, aber sie hat ja nicht aufgegeben, ihr Wissen irgendwie an die richtige Stelle zu plazieren - und das ist für mich dann nicht mehr Kurzschluss. Also nein - verstehen tue ich das nicht. Schlüssiger wäre für mich gewesen, erstmal Josefs Geschichte anzuhören. Nicht, um ihn zu entschuldigen - aber was sagt ein Foto in Uniform? Anderes bei Sage kann ich verstehen, auch wenn ich selber ganz anders handeln würde. Sie fühlt sich unwohl n ihrer Haut, versteckt sich vor den Menschen und arbeitet deshalb nur nachts - ich kann das nachvollziehen, sie geht für sich einen Weg, der ihren Leidensdruck mindert. Eine Affaire mit einem verheirateten Mann anzufangen (was ich auch nicht gut finde), gibt ihr aber das Gefühl, wenigstens von einem Menschen geliebt zu werden - und sie nimmt dafür die Umstände in Kauf.

      Wen ich richtig mag ist Mary - ich finde sie bodenständig und sehr herzerfrischend. Von ihr würde ich gerne noch mehr lesen.

      Josef wirkte auf mich auch jünger und nicht wie über 90 - aber gut, da gibt es ja auch Rüstige drunter. ;-) Was ich von ihm halten soll, weiss ich noch nicht - ich finde ihn nicht unsympathisch, aber das könnte sich natürlich durch seine Geschichte noch ändern.

      Ich finde auch - ähnlich wie Andrea -, dass Leo zu früh ins Spiel gekommen ist; aber gut, warte ich ab, was nun weiter geschieht. Leo finde ich als Figur auch sehr interessant - für ein Thema zu brennen, gefällt mir, trotzdem sollte es auch da Grenzen geben...

      So - dann bin ich mal gespannt, was der zweite Teil zu bieten hat. :-)

      LG Sabine

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    15. Ach so gefällt mir das, wenn jeder seinen Senf dazu gibt.
      @Janine, Julia und Yunika: dieses "mit der Welle" schwimmen" hängt glaub ich von der Persönlichkeit, den Schwächen und Stärken einer Person ab. Also ob man mitmacht, wegschaut oder sich dagegenstellt.
      Ich weiß nicht wie ich zur damaligen Zeit gehandelt hätte, bin ich ganz ehrlich.
      Das System hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren, sehen wir an der aktuellen Situation Flüchtlinge... Das System schafft es von ganz allein die Deutschen aufzuhetzen gegen die Flüchtlinge, da brauchen rechtsgesinnte nicht mehr viel machen. Egal zum Buch...

      Die Meinungen zu Sage sind denk ich ähnlich bei uns. Josef wird für mich denk ich der interessanteste Charakter, ich habe schon viele Kriegsbücher und Erfahrungsberichte gelesen. Ja, auch ehemaliger Mitarbeiten von Hitler usw. ("Ich war Hitlers Telefonist" kann ich allen empfehlen) und ich finde deren Darstellung der damaligen Zeit interessant, auch wenn ich die vielen Toten natürlich nicht für gut heiße.

      Ihr mögt alle Leo. Mein Charakter ist er (bisher) nicht und weiterhin "stört" mich sein frühes dazukommen bzw. Sage's früher Gang zur Polizei. Ahne nun das ihr Gewissenskonflikt nachdem Josef seine Geschichte erzählt hat, gar nicht mehr so groß ist, weil sie ihre Meinung so ja schon klargemacht hat.

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    16. Ja, Sabine und Martina, das stimmt, Mary ist wirklich herzerfrischend. ;) Auch ich lese sehr gerne von ihr - allein die Sache mit dem Jesusbrot war erheiternd.

      Ich finde, dass Josef sich aber auch ganz schön was herausnimmt, indem er Sage darum bittet, ihn zu töten. Und vorher will er noch, dass sie ihm im Namen aller Juden verzeiht, habe ich das richtig verstanden? Also das ist auch nicht ohne ... Kurz habe ich schon überlegt, ob Josef es nicht vielleicht sogar gezielt auf Sage "abgesehen" hat, weil er erfahren hat, dass sie Jüdin ist ...?

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    17. So hab den ersten Abschnitt gestern Abend gelesen.

      Mir gefällt der Einstieg ins Buch eigentlich ziemlich gut, bei mir weckt er Lust auf mehr. Auch mit Sage habe ich nicht so meine Probleme, eher tut sie mir Leid. Ich mag ihren Charakter und auch wenn ihre Art das ganze Geschehen zuweilen aufhalten kann, finde ich es ganz interessant, dass ausgerechnet ein Charakter wie sie im Fokus steht. Dennoch hoffe ich, dass sie eine Entwicklung durchmachen wird, die ihre Persönlichkeit wachsen lassen wird. Und irgendwie hab ich das Gefühl, dass Leo da noch ins Spiel kommen wird.

      Ich fands auch komisch, dass Sage Josef gleich verraten hat, aber irgendwie ist das schwer vorzustellen wie man selbst in so einer Situation denken und handeln würde. Bei Josef merkt man ja prinzipiell schon, dass er nun jemand ganz anderes ist.
      Die Bezihung zwischen Josef und Sage ging mir ein bisschen zu schnell voran, nach einem Monat erzählt er ihr bereits davon?

      Leo mochte ich bisher aber auch am liebsten und auch seine Erzählung über den Job finde ich sehr interessant, mal schauen inwiefern er noch wichtig wird für die Geschichte. :)

      Der Teil in kursiv ist sicherlich eng verbunden mit Sages Großmutter, allein, dass der Vater von Ania ein Bäcker war weißt für mich schon darauf hin. Zumal es ja bereits die Andeutung gab, dass es irgendwo in der Familie liegen würde. :)

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    18. @Svenja, dass nenne ich mal nen Fazit auf den Punkt gebracht. Ich hoffe auch sehr, dass Sage wächst!
      Allen gefällt Leo so... habe ich was überlesen :D Hoffe er wandert bei mir noch in den Fokus ;)

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    19. Bei mir hat es etwas länger gedauert, bis ich den 1. Leseabschnitt durch hatte, da ich etwas brauchte um richtig reinzukommen. Allerdings änderte sich das dann schlagartig, nachdem Josef seine Bitte an Sage äußerte. Ich mag die Protagonisten alle sehr, weiß jedoch nicht so recht, was ich von Josef halten soll. Einerseits erscheint mir der alte Mann so liebenswürdig, weise und freundlich und andererseits eben seine Vergangenheit. Ich bilde mir da mal noch kein Urteil drüber und warte erst mal ab, was man im Laufe des Buches noch über ihn erfährt.

      Sehr berührt hat mich die Szene, als Sage mit ihrer Großmutter redet und diese so einzelne Andeutungen über ihre Kriegserinnerungen macht. Sie hat Sage zwar nicht viel verraten, aber das was sie sagte, ging mir unheimlich zu Herzen.

      Tja, und dann musste ich schmunzeln über Leo und seine Familie. Was er über seinen Job berichtete fand ich richtig interessant und ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Er erhält ja keine Informationen zu Josef, findet aber Sage glaubwürdig.

      Mit den kursiv geschriebenen Teilen über Ania tue ich mich noch schwer, da sie recht heftig sind und ich auch noch nicht weiß, welche Verbindung es da gibt.

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    20. @Lese Blick, Leo ist so sympathisch und humorvoll und dann noch seine Familie dazu, die krampfhaft eine Frau für ihn sucht. Herrlich ;) Ich denke mal, da wird es noch viele witzige Situationen geben.

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    21. Vielleicht finde ich den Draht zu Leo noch :)

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    22. Zitat Andrea:
      "Allen gefällt Leo so... habe ich was überlesen :D"

      Leo kann man bei mir durch Mary ersetzen. Was findet ihr denn an ihr? Ich finde sie nervig...^^

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  3. Antworten
    1. [Edit] 2. Abschnitt (S. 117 - 238):

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    2. So, ich bin nun mit Abschnitt 2 durch. Dieses Buch und ich werden eher keine Freunde mehr, aber das bedeutet nicht, dass es schlecht ist ;) Ich bin kein Fan von diesem Nazi-Thema und war es noch nie. Das hat nichts damit zu tun, dass ich die deutsche Geschichte nicht mag oder sowas. Ich habe mich sehr intensiev mit dieser Geschichte befasst und im LK war das eigentlich sogar fast das Hauptthema. Mir ist das ganze zu brutal. Es tut mir weh, dass unsere Vorfahren so mit Menschen umgegangen sind, nur weil sie Juden sind. In meiner Schule wurde eine Fahrt zu KZ in Auschwitz angeboten und natürlich bin ich mitgefahren. Diese Bilder werde ich nie wieder vergessen und ich kann es noch immer nicht nachvollziehen, wie so viele Menschen der SS beitreten konnten.
      In diesem Abschnitt sind mir sehr die Schilderungen von Josef hängen geblieben. Es tut mir weh, diese Beschreibungen zu lesen und es macht mich echt traurig. Es wird gesagt, dass er gerne bei der SS und der HJ war, weil er dann nicht denken musste. Es macht ihn mir nicht sympathischer. Ich verachte ihn regelrecht. Für mich passen diese 2 Bilder basolut nicht zusammen. Der alte Josef und der junge Josef sind 2 komplett unterschiedliche Menschen.

      Mit Sage bin ich noch immer nicht richtig warm geworden. Ich finde sie sehr anstrengend. Ihr Verhalten ärgert mich, auch wenn sie eigentlich nur so handelt, weil sie ihn hinter Gitter sehen möchte. Irgendwie tut sie es ja auch für ihre Großmutter.

      Wenigstens weiss man nun, was der kursieve Part bedeutet. Es ist die Vergangenheit von Sages Großmutter in einer Geschihte verpackt. Ich bin schon stutzig geworden, weil die Großmutter fast die gleichen Worte benutzt hatte wie Ania ganz am Anfang und dann hatte es sich ja aufgeklärt.

      Leo finde ich sehr sympathisch. Ich mag ihn irgendwie. Er hat auch sehr viel erlebt, aber er ist dadurch stärker geworden und hat sich nicht wie Sage in einem Schenckenhaus verkrochen.
      Mary finde ich auch sehr sympathisch. Sie erfrischt die Geschichte und ist eine besorgte Freundin. Schade fand ich nur, wie sie darauf reagiert hat, als Sage von Josefs Vergangenheit erzählt hat.

      Ich bin nun mal gespannt, wie das Ganze nun weiter geht und ob ich irgendwann ganz das Bedürfnis habe, dieses Buch an die Wand zu klatschen, weil ich nicht mehr lesen kann, wie die Menschen brutal abgeschossen werden.

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    3. Oh oh Alex, das kann ja dann was werden, denn ich denke, dass war noch lang nicht alles was Josef uns da erzählt hat. Ich mag das Thema Krieg hört sich echt blöde an, aber ich lese unheimlich gern über diese Zeit. Liebend gern Erlebnisberichte und Josef's Part war ja so gut wie einer. Warum damals so vielen Hitler verfallen waren und den Gedankengängen und Aufforderungen folgten, werden wir heute nie nachvollziehen können. Was für dich der Horror war, war für mich das bisherige Highlight. Da ich bisher ausschließlich Erlebnisbücher von Überlebenden gelesen habe, war dies mal eine andere Sicht. Das ich das Befürworte steht außer Frage.
      Und nun werfe ich die erste Vermutung ein! Wie du bereits sagst, ist mir der junge und der alte Josef zu unterschiedlich. Ich ahne fast, dass Josef nicht Reiner, sondern Franz ist! Vom Charakter erkenne ich Franz viel eher wieder im alten Josef. Und auch nur Franz schätze ich so ein, dass er etwas bereut (er war ja auch in Auschwitz). Reiner war so überzeugt von seinen Taten, dass ich mir fast nicht vorstellen kann, dass er etwas bereut.
      Zu dem wurde die Wewelsburg angesprochen, ein Ausflugsziel, welches bei meinem Freund und mir weit oben steht, einfach wegen seiner geschichtlichen Relevanz (begonnen bei den Germanen...)

      Schön, dass wir ein wenig klarer sehen, was es mit Ania auf sich hatte. Auch ich dachte zuerst Ania = Minka, wegen dem Thema, dass der Vater seine Beerdigungswünsche erleutert. Dennoch finde ich den kursiven Teil noch ein wenig suspekt. Ein Monster? Reine Fantasiegeschichten oder? Zwischenzeitlich überlegte ich schon, welcher Serienmörder damals aktiv war :D
      Bin gespannt ob Josef's und Minka's Geschichte wirklich zusammenkommen.

      Sowohl Leo als auch Sage konnten mich auch in Abschnitt 2 nicht begeistern. Bei Leo weiß ich gar nicht was mir fehlt. Für mich ein blasser Charakter, trotz seiner Begeisterung an seinem Beruf.

      Weiter geht's :)

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    4. Ich muss Alex diesmal voll und ganz zustimmen. Bei dem Part, wo Josef Sage von seiner Zeit in der SS erzählt hat, als er geschildert hat, wie er all die Menschen erschossen hat, ist mir auch ganz anders geworden ... Trotzdem interessiert es mich wahnsinnig, wie so eine Dynamik nur entstehen kann. Wie kann es sein, dass man einfach sein Hirn ausschaltet und ausschließlich auf Befehle horcht?
      Ein bisschen hatte ich auch das Gefühl, dass Josef sein Verhalten versucht hat mit den Schilderungen über seine Mutter (Stichjwort: Maus, die Schaden zufügt - Und was soll man denn sonst mit Problematischem tun, wenn nicht eliminieren/töten?) zu rechtfertigen. Also dass ihm so ein Denken schon als Kind eingeprägt worden ist und er ja quasi gar nicht anders konnte, als den Erwachsenen immer alles zu glauben, ... So etwas widert mich einfach nur an. Für diese Kriegsverbrechen gibt es in meinen Augen keine Rechtfertigung!
      Ich finde den Kontrast zwischen dem damaligen Josef und dem heutigen auch enorm. Und es will nicht in meinen Kopf hinein, warum er gerade nach 50 Jahren auf die Idee kommt, Reue zu empfinden und eine Entschuldigung für seine Taten haben möchte.

      Ganz allgemein hat mir dieser Abschnitt aber trotzdem eine Spur besser gefallen, als der erste. Mit den dauernd wechselnden Erzählsträngen komme ich mittlerweile ganz gut zurecht. Und auch das kursive finde ich nicht mehr ganz so verwirrend, denn jetzt wissen wir ja, dass es aus Minkas Vergangenheit zu sein scheint. Nur diese Vampir-Monster-Sache ... Keine Ahnung, was das sein soll.

      Sage ist mir nun auch ein wenig sympathischer, ich bin froh, dass sie in Josefs Gegenwart nicht so falsch ist, sondern ihm direkt sagt, was sie von all dem hält, was er ihr erzählt und auch, dass er ihr nicht zu sagen hat, was sie tun will und was nicht. Genauso wie Svenja hoffe auch ich auf eine positive Entwicklung ihrerseits. Sie sollte sich von diesem Adam trennen. Den mag ich nicht.

      Meine Meinung zu Leo ist immer noch dieselbe. Was ich aber nicht mag, ist, dass sich vielleicht eine Liebesgeschichte zwischen Leo und Sage anbahnen könnte. Ich glaube, das wäre mir dann zu viel. So ein emotionsgeladenes, brutales Thema und dann eine Liebesgeschichte ... ich weiß nicht. Das muss ich nicht unbedingt haben.
      Ich glaube, dass Leo auch noch viel (Schockierendes) aus der Vergangenheit seiner Familie zu berichten hat und Sage und er deswegen eine Verbindung zueinander verspüren könnten ... Mal sehen, was da noch kommt. Vielleicht ist es ja auch gut umgesetzt. Ich will keine Vorurteile haben.

      Glaubt ihr, dass Josefs und Minkas Geschichte eng miteinander verknüpft ist? Kennen die zwei sich sogar?

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    5. Ja, ich glaube die beiden kennen sich. Wobei ich wissen will wie Minka Josef identifizieren soll.
      Er war damals Mitte 20 und heute Mitte 90. Man verändert sich in diesem Zeitraum ja überhaupt nicht! :D

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    6. Haha^^, ja schön wärs ... Aber vermutlich kann sie ihn anhand irgendeiner Aussage oder einem Verhalten von damals identifizieren. Da gibt es bestimmt etwas. Aber ich meine, dass man das nach 70 Jahren noch so genau weiß? Wie alt ist Minka heute?

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    7. @Andrea nette Theorie über die wahre Identität von Josef, würde mir prinzipiell gefallen und würde auch wirklich passen, dass er eigentlich Franz ist, mal schauen.

      Ich muss sagen, dass gerade Josefs Schilderungen mich echt begeistern konnten, es ist hart und brutal, keine Frage und diese Herzlosigkeit die man in jeder weiteren Zeile spürt ist wirklich greifbar, aber ich finde es sehr interessant darüber zu lesen und habe nicht das Problem, dass es mir zu nahe geht.
      Ich finde es gut, dass die Schilderungen so hart sind weil ich dadurch das Gefühl habe, dass das ganze authentisch erzählt wird.
      Für mich waren sie also auch das Higlight in diesem Part.
      Mich stimmt das ganze ehrlich gesagt sehr nachdenklich, es ist natürlich einfach zu urteilen und zu sagen, dass es alles keine Rechtfertigung ist was damals war um so ein Handeln auszuführen und auch ich würde meinen, dass mir sowas nie passiert war. Aber es ist immer leicht das zu behaupten wenn man nicht involviert war und man nicht das erfahren und erlebt hat wie sie - was keinesfalls heißen soll, dass ich diedamaligen Nazis in Schutz nehmen möchte. Ich finde es einfach nur nicht so leicht das ganze zu beurteilen.
      Aber deswegen mag ich das Buch, weil es mich aufwühlt und auch für gewissensbisse sorgt etc. Ich finde das Buch trifft einen gewissen Punkt.

      Mir gefällt es irgendwie, dass man Minkas Geschichte so Fantsymäßig erzählt bekommt, finde die Idee irgendwie ziemlich cool und es schafft abwechslung. :)

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    8. Ich lese auch gerne Bücher, die sich mit dem Holocaust beschäftigen, und obwohl ich schon viele gelesen habe - aus Sicht von Opfern und Tätern - finde ich es immer wieder interessant. Und erschreckend. So ging es mir auch mit Josefs Part. Es ist schlimm zu lesen und irgendwie auch unvorstellbar, interessant fand ich aber die Schilderung, wie es da rein gerutscht ist. Ich will das weder rechtfertigen noch entschuldigen, dennoch glaube ich, dass so was immer wieder passieren kann - und diesen Gedanken finde ich erschreckend.

      Auch ich finde, dass sich der junge und der alte Josef überhaupt nicht ähnlich sind, die Idee von Andrea, dass er eigentlich Franz ist, gefällt mir. Ich denke, wir erfahren noch, was der eigentlich in Ausschwitz gemacht hat. Sage hat bei mir leider Sympathien eingebüßt - ich mag nicht, wie sie Josef hinhält und im Hintergrund die Verhaftung organisiert.

      Der kursive Teil gefällt mir am wenigsten, auch wenn ich jetzt weiß, was es damit auf sich hat. Aber da kann ich mich leider so gar nicht reinfinden....

      @Andrea: Kennst du die Bücher "Das Lachen und der Tod" oder "Jakobs Mantel"? Die behandlen auch das Thema Holocaust und beide fand ich großartig - ich könnte mir vorstellen, dass die dir auch gefallen könnten.

      LG Sabine

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    9. Da hast du einen Gedanken in den Raum geworfen. Ich finde ihn sogar sehr passend. An sowas habe ich gar nicht gedacht, obwohl Leo immer sagt, dass es nicht bestätigt ist, dass er Reiner ist. Ich bin sehr gespannt. Besonders, wie sich die Geschichten miteinander verbinden. Das Buch ist wirklich gut geschrieben, aber mir tut es einfach weh, wie unsere Vorfahren zu diesem Zeitpunkt gehandelt haben.

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    10. Das Buch behandelt wirklich ein interessantes und dikussionsreiches Thema und ich finde es toll zu lesen, wie recht unterschiedlich wir es bisher alle finden, vor allem in Hinsicht auf Josef/ Reiner oder doch Franz? :P

      @Sabine: Nein, die kenne ich noch nicht, aber ich werde gleich mal stöbern und ich vermute ganz stark meine WuLi füllen. Vor ein paar Jahren habe ich sehr viel Literatur aus dem Bereich gelesen. Müsste mir die Titel mal wieder anschauen. Danke für die Tipps.

      Und ich stimme dir zu, der kursive Teil ist auch am wenigstens meins.

      @Alle: Die, die von euch schon Picoult gelesen haben. Findet ihr auch, dass dieses Buch so ganz anders ist? Ich weiß noch nicht, ob ich es gut oder schlecht finde, aber bisher vermisse ich Züge/ Merkmale dieser Autorin. Und ja, ich vermisse auch Emotionen bei diesem Thema. Natürlich ist es erschreckend, aber bisher wurde nur Erschütterung an den Leser vermittelt, die Charaktere selbst sind sehr emotionslos oder kommt nur mir das so vor?
      (möglich ist, dass ich abgehärtet bin. habe diesen Monat wohl schon alle Tränen die ich habe bei einem anderen Buch gelassen)

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    11. Aber was sollte das Josef denn bringen, wenn er sagt, er heißt eigentlich Rainer, war bei der SS und hat damals Tausende Menschen erschossen, wenn er in Wahrheit aber Franz ist? Da würde er sich ja nur selbst belasten!? Das ist zwar eine interessante Idee, ergibt für mich aber (noch?) keinen Sinn ... ;)

      @ Andrea: Das hier ist ja jetzt erst mein drittes Buch von Picoult, also ich weiß nicht, ob ich da schon große Vergleiche machen kann. Aber bei "In einer regnerischen Nacht" fand ich es auf jeden Fall wesentlich emotionsloser als bisher in "Bis ans Ende der Geschichte". Und die Charaktere in "Neunzehn Minuten" fand ich ehrlich gesagt ähnlich, naja gut, vielleicht ein bisschen emotionaler, als hier. Aber wenn, dann würde ich es noch am ehesten mit "Neunzehn Minuten" vergleichen, obwohl ich dabei schon weit früher begeisterter war. ;)

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    12. Ich vermute Franz hatte in Auschwitz einen intellektuellen Job. Und er bekam alles nur mit, war aber kein aktiv Handelnder. Dennoch war er für mich immer ein sensibler Charakter und er will sterben, weil er mit seinem Gewissen nicht mehr leben kann. Mit dem Gewissen das alles gesehen zu haben bzw. zugesehen zu haben. Um eine Jüdin zu überzeugen, wie schlecht "er" war, nimmt er die Gestalt seines Bruders an, denn der hatte ja nun mal mächtig Dreck am stecken. Vllt tut er dies, um Sage zu überzeugen wie schlimm er war und das sie ihn deshalb tötet. Vielleicht ist ihm seine Geschichte nicht tragisch genug. Wie gesagt, ist ein reinsten Hirngespinnst von mir :D

      Ok ich habe ja einiges mehr gelesen und ihr Markenzeichen war immer, dass eine Mutter im Buch eine Rolle spielt und Picoult deren Konflikt mit dem Thema beschreibt bzw. sich in die Lage der Mutter versetzt, dass ist hier gar nicht der Fall. Allerdings wenn ich an einige ungelesene Bücher von ihr denke und auch an "In einer regnerischen Nacht" kommen mir da nicht überall Mütter in den Kopf. Nun ja, wir werden sehen.
      Besser als "In e r Nacht" finde ich es auch! :)

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    13. Ich hab jetzt auch schon einige Bücher von Jodi Picoult gelesen, hatte aber nicht das Gefühl, dass es meist um Mütter mit einem Konflikt geht - liegt wahrschienlich doch an der Buchauswahl... :-)

      Ich finde dieses Buch zwar gut, aber ich bin emotional nicht so involviert wie ich es bei anderen Büchern der Autorin war. "19 Minuten" hat mich viel mehr mitgenommen, bei "Zerbrechlich" habe ich mich über einige Charaktere echt richtig aufgeregt.

      Im Moment lese ich "Bis ans Ende der Geschichte" zwar gerne, aber bei keinem der Charaktere habe ich so richtig das Gefühl mitzufiebern.

      LG Sabine

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    14. @Andrea und Sabine: Bevor ich jetzt meinen Senf zum Abschnitt gebe...."Das Lachen und der Tod" ist ein großartiges Buch!!!! Ich kann es dir, Andrea, nur empfehlen! "Jakobs Mantel" steht in meinem SuB-Regal (Leserunde??????).Ich habe dort noch einige Bücher zu diesem Thema stehen....

      Mir hat dieser Abschnitt besser gefallen, als der erste Teil und da ich ja auch sehr gerne Geschichten über den Holocaust lese, fand ich besonders Josefs Abschnitt interessant, wenn auch grausam...aber das wissen wir ja. Es ist interessant aus der Sicht eines SS-Mannes zu lesen, statt eines verfolgten. Und ich kann Yunika nur teilweise zustimmen, denn diese Greueltaten sind NICHT Vergangenheit sondern spielen sich in ähnlicher Weise gerade im Nahen Osten ab! Die IS ist nicht anders und wir sehen zu.....
      Leo und Sage sind bei mir noch nicht wirklich "angekommen"...und Andrea, du hast recht, wenn du sagst, dieses Buch ist irgendwie anders. Nun haben wir wenigstens schon Abschnitte und Gedanken anderer Menschen, um die es in der Geschichthe geht, wie ich es von der Autorin gewohnt bin und es wird noch mehr werden, wie ich bereits sehen konnte. Aber der Anfang war auch für mich eher untypisch Picoult! Betreffend dem Mutter Thema....im letzten Picoult Buch ging es auch nicht darum! Aber es hatte diese typischen Ansichten verschiedener Personen...es ging dabei um Koma und das Abschalten der Maschinen: ja oder nein.....sehr interessant und ein Thema, das viele sehr unterschiedliche Meinungen bereithält und niemand weiß, was sich wirklich abspielt im Gehirn dieser armen Menschen.

      Der Gedanke, dass Josef Franz sein könnte statt Rainer, gefällt mir auch sehr gut! Das ist ein sehr interessanter Gedanke, der sich bereits in meinen Kopf festgesetzt hat ;) Mal sehen, ob es stimmt.

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    15. Ach ja,...zu den kursiven Text wollte ich noch etwas sagen. Das Geheimnis wurde ja kurz nach Leseabschnitt 1 aufgedeckt. Minka, Sages Großmutter hat diese Geschichte geschrieben, die sich auch mit einem Teil ihres Lebens befasst. Ich denke, da werden wir noch mehr rauslesen können....auf jeden Fall finde ich das Ganze jetzt etwas klarer

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    16. @Martina: du/ ihr habt recht, mit diesem Mutterthema habe ich mich verfranst. Muss irgendwann mal nen Interview von ihr geschaut haben und das da aufgeschnappt haben. Wo du sagst Thema Maschinen abstellen usw. Ja die Mehrheit von Büchern der Autorin beschäftigt sich glaub ich mit Gewissenskonflikten, so hört es sich glaub ich besser an und passt auf einige mehr Bücher. Also weg mit der Mutter.
      Der Gewissenskonflikt ist hier ja gegeben, auch wenn ich da wieder den Bogen nehme und sage, Sage (das sieht ja komisch aus, "SAGE" in doppelter Bedeutung^^) hat sich zu früh entschieden. Ich hätte es gern gegen Ende gesehen, ob sie zu ihrem Freund Josef steht oder die Polizei kontaktiert.
      Bin echt gespannt, wie das weitergeht.

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    17. @Andrea, genauso sehe ich es auch. Das Handeln von Sage gleich zu Beginn konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Und es ist auch untypisch Picoult, denn diese lässt doch normaler Weise ihre Protagonisten erst zum Schluss handeln bzw. wartet dann oft mit einem Knall zum Thema auf!
      Ja, Gewissenskonflikte ist ein gutes Wort! Und eigentlich nimmt sich Picoult immer Themen an, die andere eher vermeiden wollen. Das ist eigentlich bei diesem Buch auch anders....

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    18. Ihr seid in den letzten Tagen so fleißig gewesen. Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich meinen Beitrag angehen soll. Erst meine Notizen, dann auf eure Kommentare eingehen? Andersherum? Mixen? Hilfeeeeeee. :D

      Haaaaaaaaaaa! Andrea. Die Vermutung mit Jose/Franz/Reiner Dings hatte ich auch schon. ^^ Da gab es so eine Stelle an der ich die Vermutung hatte, weiß aber grad nicht mehr wo das war. Irgendwo in den letzten 30
      -40 Seiten, weil ich den Gedanken heute hatte und gestern so bei Seite 190 aufgehört habe. Aber egal. Weiter im Text.

      Mensch, so viel Informationsflut, bin völlig überfordert. :D
      Sage finde ich doof. Vor allem mag ich nicht, dass sie Leo gleich zu ihrer Großmutter schleppt. Klar, wenn sie ihre Goßmutter vorher informiert/gefragt hätte, hätt sie vermutlich nein gesagt. Aber indem sie Leo mitnimmt, gibt sie schon ein Geheimnis von Minka Preis, nämlich das sie eine Überlebende ist. Selbst wenn Minka das Zimmer verlassen und sich geweigert hätte mit Leo zu sprechen, dann wäre schon etwas von ihr offenbart worden, was sie nicht öffentlich machen wollte.

      Bezüglich der Identifizierung habe ich das so verstanden, dass Minka gar nicht den 90-jährigen identifizieren soll, sondern das Foto was Sage von Josef geklaut hat, mit dem Foto aus der Akte abgleichen soll. Weil man das ja nicht so erkennen kann.

      Ach ja und noch was zum Kursiven. Ich find es schon spannend, aber irgendwie ... nervt mich das auch ein wenig. Ich hab permanent das Gefühl alles was dort passiert ist eine Metapher für das, was Minka eigentlich passiert ist und ich checks nicht. Ich hab das Gefühl, dass ich die Zwischentöne dieser Szenen nicht verstehe.

      Mh ja, ansonsten hab ich nur Kleinigkeiten und jede Menge Zitate notiert. Ich bin neugierig wie es weiter geht, aber vollkommen unsicher ob mir das Buch jetzt gefällt oder nicht :D

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    19. Puh, ich hänge hoffnungslos hinterher, aber nachdem meine Kinder der Reihe nach krank waren und das Wochenende wieder mal völlig verplant war, bin ich kaum zum Lesen gekommen. Der 2. Leseabschnitt ging mir sehr sehr nahe und ich brauchte zwischendurch immer wieder mal eine kurze Pause. Stellenweise war es mir dann wirklich zu heftig und wahrscheinlich war das längst nicht alles. Ich weiß jetzt gar nicht, wo ich anfangen soll:

      Mein Bild von Josef bwz. Rainer hat sich komplett gewandelt, da ich das was er getan hat, einfach schrecklich finde. Allerdings erschüttert mich sein Werdegang dazu doch sehr, da er ja scheinbar keinen anderen Weg für sich selber gesehen hat. Ich kann mir da kein Urteil bilden, da es einfach eine völlig andere, grausame Zeit war. Seine Schilderungen erschütterten mich jedoch sehr und ich bekomme die Bilder dazu auch gar nicht aus dem Kopf.

      Die Textstellen zu Sage und Leo gefallen mir am besten, da ich diese als nicht ganz so heftig empfinde und beide mir sehr sympathisch sind. Mary kann ich noch nicht so ganz einschätzen, da sie Sage so gar nicht glauben mag, was Josef angeht.

      Naja, und dann sind da natürlich noch die kursiven Stellen, die ich bisher noch gar nicht so recht einordnen kann. Wahrscheinlich habe ich da was überlesen ...

      Und dann sind da noch die vielen vielen wundervollen Zitate, und mein Buch ist mittlerweile voller Klebezettel, da ich diese hierzu so passend finde. Das hatte ich lange nicht mehr bei einem Buch!

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    20. Ich habe mir schon gedacht, dass du privat eingespannt sein wirst und dich deswegen nicht gemeldet hast. Aber ich habe natürlich Verständnis, das Privatleben bzw. die Gesundheit der Familie geht selbstverständlich vor. :)
      Auch wenn ich das Buch schon beendet habe, lese ich doch gerne noch deine Gedanken zum Inhalt. ;)

      Ich habe mir auch sooo viele Zitate aus dem Buch rausgeschrieben. Man kommt hier wirklich auf seine Kosten.

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    21. Ich hätte mir vor einigen Tagen am liebsten deine Rezension dazu schon mal angeschaut, konnte mich dann aber doch beherrschen. Ich möchte das Buch auf jeden Fall beenden und es liest sich großartig, aber stellenweise brauche ich dann wirklich erstmal eine Pause und lese wieder etwas anderes.

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  4. Antworten
    1. [Edit] 3. Abschnitt (S. 239 - 323):

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    2. Ich habe noch nicht aufgegeben und kämpfe mich tapfer durch das Buch ;) dieser Abschnitt befasst sich nur mit Minka. Bei dem Namen muss ich jedes Mal schmunzeln, da die Katze eines Freundes so heisst. Ich weiss schon fast gar nicht, was ich schreiben soll. Ich fand es sehr interessant, die Schilderungen aus ihrer Sicht zu betrachten. Es tut mir leid, dass sie in so jungen Jahren sowas erleben musste. Dieser Teil schont ei en genauso wenig, aber trotzdem ist er etwas angenehmer gewesen.
      Schade fand ich, dass Minkas Vater die Gefahr nicht so gesehen hat. Ich denke, dass sich viele dieser Gefahr nicht so bewusst waren.
      So schrecklich das alles ist, aber das Buch reisst mich schon sehr mit und packt mich sehr. Der Autorin gelingt es, mich immer mehr zu schocken, auch wenn mir das Meiste unbewusst immer klar war. Ihr gelingt es auf jeden Fsll die Stimmung einzufangen. Das musste ich mal erwähnen ;)

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    3. In diesem Abschnitt bin ich hin- und hergerissen wie ich ihn finden soll.
      Es geht nur um Minka, dh ein einziges Kapitel. Zum einen war es gut in ihrer Geschichte zu bleiben, zum anderen hätte ich auch gern einen Wechsel zwischen Minka - Leo - Sage gehabt. Minka erzählt ihre Geschichte und Leo und Sage erzählen uns, wie Minka erzählt (zitternd, unter Tränen, nach Atem ringend). Mir fehlen hier eindeutig Emotionen! Ja ich tendiere fast dazu, dass der Abschnitt mir zu einseitig war in Hinsicht auf nur ein Perspektive auf 80 Seiten Buch.

      Minka's Geschichte selbst ist traurig. Das Leben in den Ghettos war alles andere als leicht, das wurde hier denk ich sehr gut, realistisch und ausführlich dargestellt. Am Ende ist nicht mehr so viel von der Familie übrig! Minka und ihr Vater. Den letzten Absatz aus Minkas Perspektive fand ich fast ein wenig unzusammenhängig??!! Basia wurde in der Luft erschossen? Wie kommt man von totem Baby im Arm zu in der Luft erschossen? Da fehlte mir Story dazwischen, wenn es wirklich so war.

      Zum kursiven Part zum Schluss, dass die Bestie Aleks Bruder ist dachte ich mir schon fast. Dachte eher an eine Krankheit! Rumgelaufen mit seiner Ledermaske ist er allerdings wie Hannibal Lecter, was ja auch zum Kannibalentum passt. Da bin ich ja doch ein wenig gespannt, wie es weitergeht :)

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    4. Ich fand es eigentlich ganz gut, mal über einen längeren Zeitraum bei einer Person zu bleiben - so kann ich mich schon besser in eine Situation einfinden. Und ich gebe gerne zu, dass ich Sage oder Leo gar nicht vermisst habe.
      Minkas Geschichte ist natürlich schlimm - und Jodi Picoult hat sie - wie Andrea auch schon sagt - sehr gut und auch glaubhaft dargestellt. Und trotzdem war ich einfach nicht so richtig ergriffen - vielleicht weil ich auch schon anderes aus Sicht von Menschen, die im Ghetto gelebt haben, gelesen habe? - Ich weiß es nicht. Auch mir haben hier die Emotionen gefehlt, wobei ich denke, dass man die auch in dieser Erzählweise hätte besser transportieren können und dazu nicht jemand anderen braucht - egal, ob einen allwissenden Erzähler, Sage oder Leo ...

      @Andrea: Stimmt - ein paar Sätze zwischen Basias totem Kind und ihrem eigenen Tod hätten mir auch gefallen und auch ich bin hierüber gestolpert. Ich hab das für mich so interpretiert, dass Basia sich auf der Flucht hat erschießen lassen. Aber das ist jetzt meine Phantasie...

      Gut gefallen hat mir Herrr Fassbinder - immer finden gibt es doch Menschen, die in dieser schlimmen Lage doch noch versucht haben, etwas zu tun - auch wenn es nur wie der Tropfen auf den heißen Stein scheint. Hat mich ein bisschen an "Schindlers Liste" erinnernt.

      Ich bin gespannt, wie sich jetzt der Bogen zu Josef spannen wird - und ob es da einen geben wird. Was ich aber stark vermute. :-)

      LG Sabine

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    5. Ich war ehrlich gesagt sogar verwirrt, dass Basis auch tot war. Ich dachte nocj, dass sie lebt. Da hat auf jeden fall was gefehlt.

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    6. Ich habe es so verstanden, dass Basia nicht mit ihren Schuldgefühlen leben konnte, weil sie ja Majer so eng an sich gedrückt hatte, dass er erstickt ist. Auf der anderen Seite...hätte er gehustet, wäre er auch tot...doch dass zählt für eine Mutter nicht. Sie fühlt sich als Möderin...hat ihre Familie verloren und geht auf diese Brücke, die den Juden verboten ist zu betreten...die, die Darjia und Minka damals noch kurz betreten haben....und stürzt sich von der Brücke. Da sie auf für Juden verbotenen Grund war, wurde sie auch noch erschossen.

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    7. Mir hat der Abschnitt über Minkas Anfangszeit der Judenverfolgung und die Zeit im Getto gut gefallen. Es hat mich sogar etwas an "28 Tage" von David Safier erinnert, denn auch dort ist die Protagonistin in MInkas Alter und im Warschau im Getto. Nur schloss sich diese dem Widerstand an. Schon gelesen, Andrea? ;)

      Man hat endlich mehr von Sage's Großmutter erfahren, auch wenn dieser Abschnitt eher wie ein Buch im Buch abgehandelt wurde. Emotionen? Doch......die hatte ich beim Lesen, auch wenn die "Erzählberichterstattung" durch Leo und Sage fehlte. ich fand es so sogar besser zu lesen, als dauernd unterbrochen zu werden.
      Auch mich erinnerte Herr Fassbinders Handeln an Schindlers Liste.

      So, weiterlesen....ich würde das Buch heute gerne noch beenden =)

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    8. @Yunika: dafür, dass dir das Buch bis jetzt am wenigsten von uns allen gefällt, liest du aber richtig flott!! =) Wow!

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    9. Ich bin seit gerade eben auch mit dem 3. Abschnitt durch. Und mir gefällt er bisher am besten von den dreien. Gut finde ich hier vor allem, dass man nur aus einer Perspektive liest und nicht ständig ein Wechsel stattfindet. So konnte ich mich auch endlich an einen Charakter gewöhnen und mich versuchen in ihn ordentlich hineinzuversetzen. Wenn die Sicht der Erzählung so oft wechselt, dann fällt mir das immer schwer, für jemanden ein Gefühl zu produzieren. Dieser Abschnitt war also eine Wohltat für mich. :)

      Auch das Kursive habe ich jetzt endlich verstanden: es ist die Geschichte, an der Minka schreibt!! ;) Also eine Geschichte in der Geschichte - auch nicht schlecht.

      Da mich Minkas Erzählungen aus dem Ghetto so mitgenommen und traurig gestimmt haben, war dieser Abschnitt auch sehr emotional für mich. "28 Tage" von Safier liegt seit kurzem auf meinem SuB und ich denke, dass ich das Buch auch bald lesen werde. Die Leseprobe dazu hat mich ja schon ziemlich gefesselt ... Kannst du es denn empfehlen, Martina? :)

      Mit Basias Tod hatte ich keine "Probleme" - ich habe das so verstanden, dass sie, weil sie ihr Kind verloren hat (und dann auch noch, weil sie es versehentlich erstickt hat!!), selbst nicht mehr weiterleben wollte und sich dann auf diese Brücke begeben hat, die für Juden verboten ist, weil sie genau wusste, dass sie dann erschossen wird ...

      Ach, mir hat der Abschnitt gerade so zugesagt, ich will mich gar nicht losreißen aus Minkas Erzählung. Aber ich möchte ja auch erfahren, wo jetzt genau Josefs Vergangenheit da mit rein spielt. *gespannt bin*

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    10. "28 Tage" liegt auch auf meinem SuB - vielleicht wäre das auch was für eine Leserunde? Was meint ihr?

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    11. Puh, der Abschnitt war unglaublich toll aber auch sehr schwer zu verdauen. Ich finde das ganze wurde sehr lebhaft geschildert und ich hab mich wirklich mittendrin gefühlt, was natürlich absolut unschön war und mir ist bei jeder weiteren Verschlechterung mehr und mehr das Herz gebrochen. Es ist alles so grausam und ich hatte das Gefühl, den Hunger, die Kälte, die ANgst und den Tod wirklich spüren zu können. Von daher das Buch empfinde ich als unheimlich gut und gelungen und ich liebe es, aber es setzt einem auch verdammt zu, finde ich.

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    12. @Janine..."28 Tage" ist gut, aber man merkt auch, dass es eigentlich ein Jugendbuch ist. Obwohl die Gettozeit sehr plastisch dargestellt wird und auch der Widerstand....ich würde es auf jeden Fall lesen!

      Ja, das mit Basia habe ich genauso verstanden und oben auch schon so erläutert.

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    13. So, diesen Abschnitt habe ich dann auch gleich rangehängt. Ich muss sagen, mir hat der Abschnitt bisher eigentlich am besten gefallen. Eigentlich störe ich mich ja auch an eeeeewig langen Kapiteln und hier waren es ja fast 100 Seiten am Stück, aber so sehr ist mir das gar nicht aufgefallen.

      Ich würde den letzten Abschnitt mit Basia und Mejer nicht als unzusammenhängend bezeichnen. Der Schnitt war einfach sehr scharf gesetzt. Aber ich weiß was du meinst, Andrea. Mehr als dieser scharfe Schnitt hat mich aber der Stilwechsel gestört. Minka berichtet eigentlich relativ klar in ihren Worten von der Zeit im Getto, aber dieser letzte Absatz hat ja eine sehr poetische/bildhafte Sprache (jedenfalls hab ich das so empfunden). Das passt nicht zusammen.
      Allgemein fand ich diese Szene aber ganz furchtbar, dass Basia ihren Sohn aus Versehen erstickt :/

      Die Überraschung war es für mich auch nicht, dass Aleks Bruder der utopir ist.
      Interessant fand ich aber, dass man durch... hach diese Namen... Josek eine Interpretation von Anias Erlebnissen hatte. Die gefällt mir zwar nicht, aber ich fühle mich nicht mehr so verloren.

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    14. @ Martina: Ich wusste gar nicht, dass es eigentlich ein Jugendbuch ist. Das heißt, es ist also eher nicht so schonungslos geschrieben? Lesen werde ich es aber sowieso. - Gerne auch in einer Leserunde, Sabine. ;)

      Was mir hier so gut gefallen hat, war diese pure und nichts beschönigende Wahrheit. Auch wenn sie hart und enorm traurig ist ... Am Ende musste ich erst mal ganz tief ausatmen.

      Zu Herrn Fassbinder möchte ich auch noch kurz was sagen: erst habe ich das schlimmste befürchtet, als all die Mädchen mit dem Lastwagen zu den Baracken der deutschen Soldaten gebracht worden sind. Ich habe erst gedacht, dort würden sie alle immer wieder vergewaltigt und missbraucht werden. Dann war ich aber erleichtert zu lesen, dass dieser Herr Fassbinder eigentlich ein guter Mann ist, der Minka respektvoll behandelt, ihr sogar hilft und sie schlussendlich sogar als "sein Mädchen" bezeichnet hat. Und ja, dann hat er mich auch ein wenig an Oskar Schindler erinnert. Ein Lichtblick für Minka in dieser fürchterlichen Zeit!

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    15. @Janine: Ja, es ist nicht so schlimm beschrieben...naja, das ist relativ, denn es zeigt schon das harte Leben im Getto (laut Duden doch ohne "h" mich verstört es etwas....in diesem Buch steht es ohne "h" in der Beschreibung von "28 Tage lang" mit "h") in Warschau und wie verzweifelt Mira nach Essen sucht und deswegen schmuggelt. Es geht mehr um Jugendfreundschaften und den Widerstand, aber man erfährt auch sehr viel über das G(h)ettoleben, das weniger schonungslos dargestellt wird, aber nicht wie hier und gar in "Das Lachen und der Tod", was man absolutes TOP Buch zum Thema bis jetzt für mich ist.

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    16. Der Internetduden sagt, es ist mit und ohne h möglich, empfiehlt aber ohne h. Für mich ist es auch komisch, denn bisher kannte ich auch nur Ghetto. ;) Okay, danke dir für die Info. Du machst mich ja nun schon sehr neugierig auf "Das Lachen und der Tod". Ich setze mir das mal auf die Wunschliste!

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    17. "Jakobs Mantel" beschreibt auch sehr gut das Leben im Ghetto (ich bleib bei Ghetto mit h ..., das andere sieht doch sehr komisch aus), da bin ich schon gespannt, wie es in "28 Tage" beschrieben wird - wann hättest du denn Lustund Zeit für eine Leserunde, Janine?

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    18. Sabine, was sagst du zu 23. Oktober?

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    19. Das klingt gut, Janine. :-) Hier auf deinem Blog?

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    20. Von mir aus gerne wieder hier auf meinem Blog, ja. :) Ich habe es mir schon im Kalender notiert. Und um den Banner kümmere ich mich auch, wenn du magst? Ich bastle gerne an Bannern herum. ;)

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    21. Der 3. Abschnitt war plötzlich in einer völlig anderen Stimmung und komplett in der Vergangenheit. Minka berichtet über ihr Leben während des Krieges und mich haben diese Erzählungen doch sehr aufgewühlt. Man erlebt mit, wie ihr gewohnter Alltag sich Stück für Stück auflöst und schließlich die Familie auseinanderbricht. Gleichzeitig war das unwahrscheinliche Glück, das Minka immer wieder hatte, wie so ein kleines Wunder. Sie ist klug und trifft die richtigen Entscheidungen, was ihr dann immer wieder weiterhalf.

      Was es mit den kursiven Abschnitten auf sich hat, habe ich nun auch endlich mitbekommen. Da ich diese doch zum Teil erschreckend fand und viel zu blutig, bin ich nun etwas beruhigter, da es nur die erfundene Geschichte von Minka ist.

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  5. Antworten
    1. So, Abschnitt 4 gerade beendet. Die Fäden verbinden sich miteinander. Minka kommt nach Ausschwitz. Ich danke der Autorin für das ganze Kopfkino. Da ich ja selber Mal dort war, kommen die ganzen Bilder wieder und macht das Buch noch viel schrecklicher. Minka hat irgendwie mehr Glück als alle anderen. Erst der Job bei Herr Fassbindef und nun hat sie den Franz verzaubert. Ich denke, hätte Andrea das vorher nicht schon erwähnt, dann hätte man spätestens jetzt geschaltet, dass Josef eher Franz ist. Rekner wird immer nebenbei erwähnt und dss Bild, das man von ihm vorher schon hatte, wird nur verstärkt. Reiner und Josef können nicht die gleiche Person sein.

      Warum Franz sich als Reiner ausgibt? Weil die Zeit in Ausschwitz auch für ihn nicht schön war. Er wollte das nicht, jedenfalls wirkte es so auf mich, aber er wurde dazu gezwungen. Wer will schon sterben? Da beugt er sich lieber. Ich denke mals, dass er mit den Bildern nicht mehr leben kann und sich ei fach nach dem Zod sehnt.

      Es freut mich, dass Minka wenigstens auf ein paar nette Menschen trifft und somit ihr Bild von den anderen Menschen nicht ganz zerstört wurde. Und sie dachte, dass sie sterben musste, hat aber echt Glück gehabt, dass sie dann befreit wurden.

      Hier kommen etwas weniger Emotionen rüber, aber ich stelle mir vor, dass Minka diese gar nicht zulassen möchte. Die Autorin hat auf jeden Fall gut recherchiert. Nun in ich gespannt, wie das Buch zu Ende geht. Der Teil über Minka hate mir bis jetzt am besten gefallen. Aber ich mag Minka auch sehr gerne.

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    2. Ich denke man musste Glück oder einen Deutschen im Lager haben, der einem "bevorzugte", um Ausschwitz zu überlegen....oder man kam erst ganz zum Schluss dorthin. In "Das Lachen und der Tod" war es auch so....und nachdem ich nun das zweite sehr detaillierte Buch bzw. Teil eines Buches über Ausschwitz gelesen habe, kann ich es mir nur so vorstellen.

      In einem Satz, den Franz von sich gab, als Minka ihm eine Passage aus ihrer Geschichte vorlas, fand ich den "Beweis", dass nur er Josef sein kann und er sich genauso schuldig fühlt wie sein Bruder und dafür eben die Verwantwortung übernehmen will. Aber warum hat er eigentlich so lange gewartet? Er hatte bis dahin sicher kein schlechtes Leben....ich bin schon sehr gespannt auf die Auflösung und hoffe auf eine erklärende Aussage.

      Minka hat eigentlich alle verloren und sie hat nur mit viel Glück überlebt, wenn man es so nennen kann. Ein sehr grausamer Abschnitt und ich fürchte, wenn es ein Zusammentreffen zwischen Minka und Franz geben wird...puh....wie wird das aussehen?

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    3. Mir haben diese beiden großen Kapitel um Minka bisher am besten gefallen - so konnte ich mich richtig endlich richtig in die Geschichte fallen lassen und war auch sehr berührt.
      Ja, Martina, man brauchte schon eine Menge Glück und irgendeinen Beschützer oder eine Begabung, damit man diesen Wahnsinn überhaupt überleben konnte. Und ich weiß nicht, wie Menschen danach überhaupt weiterleben konnten...
      Schade, dass die Kapitel um Minka jetzt zuende sind - es scheint ja jett wieder um Sage und Leo zu gehen. Aber ich bin auch gespannt, wie da jetzt die Fäden zusammenlaufen nd vor allem, ob es zu einem Wiedersehen zwischen Franz und Minka kommt.

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    4. Minkas Part der Geschichte finde ich perscönlich auch am besten und ich finde es schön, dass es seine knapp 200 Seiten einnimmt, auch wenn ich durchaus froh bin, dass es nun vorbei ist. Denn ich fand das alles wirklich hart zu lesen und mir geht das alles so nahe. Aber ich finde es auch gut, dass mich das Buch so nah an sich heran lässt. Mich versetzt es wirklich in diese Lage und ich spüre alles um mich herum und das ist schrecklich, aber ein Buch das genau das schafft ist ein gutes Buch.
      Hatte heute Nacht sogar Albträume von der Judenverfolgung etc. Mit geht das alles schon sehr nahe, ich erlebe das sehr intensiv.

      Und ja, in dem Teil wird wirklich deutlich, dass Andrea wohl recht gehabt haben wird mit ihrer Vermutung, was ich persönlich sehr schön finde. :)

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    5. Juhuuu, meine Menschenkenntnis hat sich bewiesen. Gleich als Reiner und Franz ins Spiel kamen wusste ich es.

      Mit diesem 200 Seiten konnte mich Minka nun auch von ihrer Person überzeugen und ist mein Highlight bisher. Aber auch vor Franz ziehe ich meinen Hut. Für ihn muss es nicht leicht gewesen sein, in Auschwitz zu handeln, wie er eigentlich gar nicht handeln wollte. Die Zeit der beiden in seinem Büro und das Drum herum mit der Geschichte fand ich klasse. Hier hatte die Geschichte einen Sinn und wurde von Picoult gut eingesetzt. Die Geschichte in der Geschichte :)

      Minka's zweiter Abschnitt hat mir selbst besser gefallen als die Zeit im Ghetto. Auschwitz war für mich schon immer ein interessantes Thema und ja @YUNIKA ich beneide dich ein wenig, dass du dir den Schrecken vor Ort anschauen konntest und uns nun in der Vorstellung was voraus hast. Die Autorin hat hier aber Talent bewiesen, dass auch ich ein gutes Bild vor Augen hatte. Minka zeigt sich als starker Charakter und das brauche ich in solch einem Buch bzw in solch einer Lage!

      Positiv erwähnen möchte ich, dass Picoult es schafft und mit steigender Seitenzahl mehr zu begeistern. Anfänglich waren wir denk ich fast alle kritisch, aber sie hat was aus der Geschichte gemacht und im letzten Abschnitt erwarte ich mir DEN Showdown und das Wiedersehen von Franz/ Josef und Minka.

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    6. Ich finde eigentlich schon, dass in Minkas Geschichte viele Emotionen ankommen. Bei mir jedenfalls und mehr als bei den anderen Teilen. Ganz ehrlich, wegen mir bräuchte es die Story um Sage und Josef gar nicht :D Ich finde Minkas Erzählungen so viel besser, die würden mir als Buch reichen :D

      Ansonsten fand ich natürlich die Szenen während der Mittagspause sehr schön, aber mir hat auch gefallen, dass Darija und Minka sich wieder getroffen haben.

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    7. Ich fand Darijas Ende zu abrupt und tragisch :(

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    8. Ihr habt das alle schon so schön zusammengefasst und ich weiß gar nicht, was ich noch groß hinzufügen soll ...
      Also auch ich fand die letzten 200 Seiten mit am besten an der ganzen Geschichte, Minkas Leben im Getto und dann in Ausschwitz, das war keine leichte Kost. Aber genau deshalb habe ich es auch so gerne gelesen. Es ist nun mal die erschreckende Wahrheit, die mich beim Lesen so mitnimmt. Ich bin zutiefst berührt und finde es einfach nur schrecklich, dass es all das einmal tatsächlich gegeben hat. Vor allem, die Beschreibung über die Gewohnheit: dass, wenn man tagtäglich Leichen, Gewalt und Hunger und Tod und dergleichen miterlebt, dass man sich irgendwann daran gewöhnt und gar nicht mehr hinsieht. - Vermutlich auch ein Schutzmechanismus - diese Gewohnheit - um zu überleben. Aber es ist trotzdem erschütternd ...

      Ich selbst war vor vielen Jahren mit meiner Klasse vom Religionsunterricht aus im KZ Mauthausen (in Österreich) und einige Jahre danach mit einer anderen Klasse in Polen, um uns Ausschwitz anzusehen. Ich war damals noch jünger und konnte das Ausmaß dessen, was damals dort stattgefunden hat, gar nicht begreifen. Trotzdem habe ich das noch sehr gut in Erinnerung. Und die Atmosphäre, die dort herrscht, das ist auch eine ganz eigene, ganz unbequeme, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Vielleicht weiß Yunika, was ich meine? Ich habe jedenfalls auch einige Fotos gemacht und will euch gerne an dieser Stelle zwei davon zeigen ... Das ist im Todeslager, diese berüchtigte Schiene, wo die Waggons mit den Gefangenen im Lager angekommen sind: http://abload.de/img/p7020109k2uq2.jpg
      Und hier sieht man einen Teil der Baracken und das Eisenschild mit dem Slogan "Arbeit macht frei", mit dem die Leute "geködert" worden sind: http://abload.de/img/p70201000fuih.jpg

      Es war schon ein Erlebnis, diese Besichtigung, und ich denke, ich würde heute noch einmal hinfahren, damals war ich einfach noch nicht so weit, heute würde ich das Ganze mit reiferen Augen sehen.

      Dass Josef wirklich Franz ist, davon bin ich nun auch immer mehr überzeugt - hätte ich anfangs echt nicht erwartet, aber scheint so zu sein. Auch wenn ich mir ein wenig erhofft hätte, dass Josef vielleicht doch Reiner ist. Ich glaube, ich hatte unbewusst die Hoffnung, dass, wenn man einmal ein Monster ist/war, nach einiger Zeit für seine Taten doch Reue zeigen kann und es einem Leid tut ...

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    9. @Janine Danke, dass du diese Bilder mit uns teilst! In Mauthausen waren wir während der Schulzeit auch. Ich denke jede österreichische Schulklasse war einmal da! ich kann mich leider noch an kaum etwas erinnern (meine Schulzeit ist ja auch schon etwas länger her...räusper...), aber ich weiß noch bis heute, dass die Atmosphäre dort wirklich ganz anders und sehr bedrückend war.

      Nein, Rainer konnte einfach nicht Josef sein! Alleine am Umgang mit seinem Hund konnte man das erkennen, denn ein Mensch, der Tiere ohne mit der Wimper zu zucken tötet, wird sich nie so um Eva kümmern und Sorgen machen! Entweder man mag Tiere oder nicht.....bei Menschen kann man sich verstellen, aber bei Tieren nicht!

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    10. @Andrea Ich glaube nicht, dass die Autorin den Schrecken in Worte fassen kann. Auch wenn man nun ein gutes Bild hat, wenn man dort ist, sieht es doch wieder anders aus. Das was ich da gesehen habe, kann und werde ich nie wieder vergessen. Selbst wenn dort niemand mehr ist sieht es dort einfach nur schrecklich aus. Die ganzen Orte, von denen in der Erzählung von Minka erzählt wird, all diese kann man dort noch sehen und sind super erhalten. Irgendwo relativ weit hinten auf dem Gelände ist mittlerweile eine Wiese, aber der Untergrund der Wiese besteht nur aus der Asche der Toten.
      Ich kann Franz verstehen, dass er einfach nur sterben möchte und diese ganzen Bilder nicht mehr sehen möchte. Ich verstehe einfach nicht, wie sich all die Menschen dafür einsetzen konnten und mitmachen konnten. Und dieses Handeln macht mich so traurig und dieses Buch einfach schrecklich für mich, auch wenn die Autorin mich in diesen Beiden Abschnitt echt packen konnte.

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    11. Mich hat dieser Abschnitt bisher am meisten berührt und da flossen auch einige Tränen bei mir. Dass Josef in Wahrheit Franz ist, habe ich mir zwischendurch auch immer wieder überlegt, aber so sicher wie ihr, war ich mir da nicht. Vielleicht habe ich auch wieder irgendwas überlesen, aber warum sich Josef nun als Rainer ausgibt, leuchtete mir nicht ein.

      Minka hatte einerseits ein unwahrscheinliches Glück, andererseits hat sie so viel durchgemacht und alle, die ihr wichtig waren, verloren. Besonders der Tod ihrer besten Freundin machte mich sehr traurig und vorallem, wie sie sterben musste. Oftmals habe ich da auch Minka bewundert für ihren starken Überlebenswillen und dass sie sich immer wieder aufgerappelt hat.

      Mit Minkas geschriebener Geschichte tue ich mich jedoch schwer. Stellenweise musste ich das überspringen, weil es mir zu blutrünstig war.

      Auf den letzten Abschnitt und die Auflösung bin ich nun natürlich richtig gespannt.

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  6. Antworten
    1. Ich habe gestern noch den letzten Abschnitt gelesen und habe das Ganze mal sacken lassen, da ich nicht wirklich weiß, was ich jetzt schreiben soll. Ehrlich gesagt, bin ich etwas enttäuscht. Mir fehlt hier das typische Picoult Gefühl...also diesen Schlusspunkt, den die Autorin immer setzt, de rmich oft sprachlos zurückgelassen hat. Auch hatte ich irgendwie sehr oft das gefühl gar kein Buch der Autorin zu lesen....ich kann nicht beschrieben woran es lag. Minkas Geschicjte fand ich z. Bsp. sehr gut und spannend und sie hat mich berührt, während ich die Geshcihte drumherum absolut 08/15 fand. Und dann noch die eingebaute Liebesgeschichte und Sage findet sich aufeinmal wieder "attraktiv" und schließt mit ihren Schwestern Frieden.....Friede, Freude, Eierkuchen....das bin ich von der Autorin nicht gewöhnt! Andrea hatte recht mit ihrer Vermutung und ich habe eigentlich ab diesen Zeitpunkt genauso gedacht....Josef hätte nie Rainer sein können. Warum sich Franz als Rainer ausgegeben hat, habe ich aber bis zum Schluss nicht verstanden.....ihr? Ich meine, er wollte büßen für seine Schuld, die er auf sich geladen hatte, aber warum plötzlich nach all den Jahren? Und wenn er von Minka wusste......er hat doch schon Jahrezehnte in diesem Ort gewohnt.
      Das Sage seinen Wunsch erfüllt hat, fand ich dann zwar typisch für die Autorin, aber ich fand es trotzdem nicht schlüssig. Insgesamt bin ich jetzt irgendwie von der Geschichte rund um Minka enttäuscht.....was sagt ihr so dazu? Ich bin schon sehr gespannt auf eure Gedanken zum Ende!

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    2. Da ich gerade Andreas Reaktion zu Leseabschnitt 4 gelesen habe...das war auch etwas enttäuschend für mich...es gab KEIN Zusammentreffen zwischen Josef und Minka mehr.

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    3. Ich habe heute das Buch beendet - und mir geht es ähnlich wie Martina. Während mich Minkas Geschichte fesseln konnte, fand ich den Rest drumherum etwas konstruiert. Minka konnte mich auch berühren, obwohl ich schon vieles über den Holocaust gelesen habe, war ich doch gefangen in der Geschichte. Bei Sage und Leo war das anders - das hat mich nciht gepackt, vor allem, weil ich Sages Handeln nicht verstanden habe. Außerdem hätte diese Liebesgeschichte für mcih echt nicht sein müssen - und erst recht nicht die wundersame Wandlung von Sage. Das ging mir alles zu schnell und war für mich völlig unglaubwürdig.
      Am Schluß hat mir bei Sage irgendwie die Erklräung gefehlt, warum sie jetzt so handelt - da kann ich zwar mutmaßen, aber schlüssig fand ich das auch nicht.
      Mir wäre lieber gewesen, es hätte in dem Buch nur die Geschichte um Minka gegeben - von mir aus auch noch eine zweite Zeitebene mit Minka in der Gegenwart. Aber das Konstrukt mit Sage und Leo fand ich nicht gut - und nur, weil die Autorin auch sonst immer aus verschiedenen Sichtweisen schreibt, heißt das ja nicht, dass davon nicht mal abgewichen werden kann.
      Bei anderen Büchern von Picoult hatte ich zum Schluß auch immer das Gefühl des Wachgerüttelt seins - das fehlte mir hier.
      Trotzdem fand ich das Buch jetzt nicht schlecht, aber geflasht bin ich von der Geschichte auch nicht. Da gibt es genug andere Bücher, die auch das Thema Holocaust behandeln und die mich mehr begeistert haben.

      LG Sabine

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    4. Den letzten Abschnitt habe ich jetzt auch beendet und anfangs hatte ich echt Probleme. Zwischen dem vierten und fünften Abschnitt war ich mit dem Rad unterwegs, hatte also schon eine gedankliche Pause. Trotzdem hatte ich beim fünften Abschnitt zu Anfang immer Minka im Kopf. Ich konnte mich kaum auf Sage konzentrieren und fand sie fast störend.^^ Nachdem ich diesen Gedanken aber notiert habe ging es dann gut :)

      Mich hat es nicht überrascht, dass es kein Zusammentreffen zwischen Franz und Minka mehr gab. Hab schon damit gerechnet.

      Martina, ich denke, Franz hat sich so schuldig gefühlt, dass er einfach nur sterben und seinen Frieden finden wollte. Aber er hat vermutlich gedacht, wenn er sich als Franz zu erkennen gibt, dann wird ihm einerseits nicht die Sterbehilfe gewährt, aber was noch mehr wiegt ist die Tatsache, dass ihm als Franz nicht in dem Maße vergeben worden wäre, wie es seiner Ansicht nach für seine Verbrechen notwendig gewesen wäre. Ist jetzt irgendwie verdreht erklärt und das reime ich mir auch nur so zusammen.^^ Ich fand das nämlich auch sehr schlecht dargestellt im Buch.

      Sabine, beim vorherigen Abschnitt hab ich auch gemeint, dass mir ein Buch nur über Minka lieber gewesen wäre.

      Dass Sage Josef/Franz nun doch getötet hat, hat mich auch nicht sonderlich überrascht. Ich fand es auch nur mäßig gut erklärt. Mich nervt aber vor allem, dass sie Leo am Ende anlügt. Auf so was kann man doch keine Beziehung aufbauen. Das heißt, die Beziehung zu Leo ist dann genauso falsch wie die zu Adam.

      Es ist nur eine Kleinigkeit, aber mir ist nicht klar, warum Minka sagt sie kennt die Namen der Offiziere nicht. Sie hat Telefongespräche geführt, sie wusste, dass Franz mit Nachnamen Hartmann heißt, also hätte sie auch vermuten können, dass der Tremor Mann Hartmann heißt. Sie war bereit auszusagen, warum den Namen verschweigen? Zumal sie den Namen ja auch in ihrer Geschichte benutzt hat, also müsste sie ihn ja auch Sage und Leo gegenber erwähnt haben.

      Letztlich bin ich ganz unentschlossen was ich vom Buch halten soll. Tolle 200 Seiten über Minka, der Rest ... na ja... keine Ahnung wie sich das in meiner Bewertung niederschlagen soll....

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    5. @Sabine: Da hast du ziemlich daselbe Gefühl über das Buch wie ich. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich es bewerten werde.....die Geschichte um Minka fand ich richtig gut, aber der Rest...hm.

      @Julia: Ja, das mit Franz habe ich irgendwie auch so verstanden, aber was ich nicht verstehe, warum er erst nach all den Jahren diesen Abschluss wollte. Er lebte bereits Jahrzehnte in diesem Ort, ebenso Minka. Warum jetzt? Und ja...da hast du ganz recht.....dass Sage Leo anlügt ist wirklich keine gute Basis für eine Beziehung. Und das mit den Namen....das ist mir gar nicht aufgefallen. Ich hatte mich zwar an einer Stelle mal kurz gewundert, aber es dann wieder vergessen! Aber du hast recht! Sie kannte auf jeden Fall die namen von Rainer und Franz.

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    6. Ich denke, vorher "brauchte" er nie sterben, weil seine Frau ja noch gelebt hat. Da hatte er einen Grund zu leben. Nach dem Tod seiner Frau wollte er dann auch sterben, aber er hat ja selbst gesagt, dass er es nicht konnte.

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    7. Ich bin auch durch und kann noch gar keine Punktebewertung abgeben. Hin- und hergerissen, aber für mich gib es eindeutig zu viele Abstriche:
      - Charakter Sage suspekt, Josef zu wenig in der Story
      - das Franz/Reiner/Josef Ding zu früh erkannt
      - Liebesgeschichte hätte ich auch nicht gebraucht
      - kein Wiedersehen zw Minka und Franz

      Das Minka das Foto identifiziert war zu vermuten, dass sie keine Namen nannte, verstehe ich auch nicht. Kann man sowas über die Jahre vergessen??!!
      Und dann ging mir alles zu schnell. Picoult versuchte aufeinmal sämtliche Sache einzuwerfen: Josef ins KH, Minka stirbt.. was war das denn??? Auch wenn die Autorin das geplant hat und Sinn dabei sah, wieso so abrupt und so emotionslos??? Ich dachte erst Sage träumt das!!!! Man kann einen Charakter nicht erst 200 darstellen und dann in 3 Sätzen verschwinden lassen.

      Auch das ganz mit Sage's Mutter und Schwestern hätte man weglassen können.

      Den Plan den Sage und Leo dann planten, Kabelei, Spionage... ich fand es unmenschlich gegenüber Josef, ganz ehrlich und dann war Sage sich auf einmal nicht mehr sicher und 2 Seiten später greift sie zum Eisenhut. Wieder alles viel zu unüberlegt.
      Auf den letzten Seiten fällt es ihr dann wie Schuppen von den Augen! Wow, die Blutgruppe hat sie ja nun öfters begleitet. AB Mädchen. Im KH war es schon B+. Man man man, ich weiß ja nicht.

      Abschnitt 5 ist für mich persönlich mit Abschnitt 1 gleichzusetzen. Kommt überhaupt nicht an meine Erwartungen ran!

      Kleine Ausschau wie ich mir zB das Ende gewünscht hätte:
      Minka und Josef treten sich gegenüber. Ein emotionales Treffen. Minka erkennt an Hand von Blicken, Josefs Art und seinen lückenhaften Erzählungen, dass es nicht Reiner sein kann. Führt ihn hinters Licht und merkt, dass es Franz ist. Von Vergebung sei nicht die Rede, aber die große Frage nach dem Warum hätte mich interessiert. Das Minka fragt, warum er ihr diesen Sonderstatus zukommen lassen hat, warum er sie schlug, wegschickte und dann diese Nachricht im Handschuh... Nachdem dieses Gespräch geführt wurde, hätten gerne beide ihren Frieden finden können und im Alter sterben können.

      Wie gesagt ist mein Wunschende von Anfang an gewesen, seit dem ich wusste es ist Franz.

      Wie wird eure Sternebewertung ausfallen? Ich schwanke zw 3 und 4. Schade, wirklich schade.
      Aber ich stimme MARTINA zu: es ist kein typischer Picoult.

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    8. @Julia: Ah....danke....da muss ich dir Recht geben....seine Frau! Das hatte ich total vergessen.
      @Andrea: Diese Verkabelei und das Eindringen und Anhören fand ich auch schlimm! Und das einige Sachen viel zu überstürzt kamen, ebenfalls. Dass Minka so schnell nach dem Abschnitt stirbt, damit hatte ich nciht gerechnet und wie du hatte ich auf ein Zusammentreffen der Beide gehofft. Und dann vielelciht der typische Picoult-Effekt! Aber nein...sie lässt beide sterben!
      Mir kommt vor, als hätte dieses Buch jemand anders geschrieben. Alleine vom Aufbau...auch wenn die Personen abwechselnd erzählen. Die Teile aus der Gegenwart sind so schwach und teilweise seicht....Sage und Leo verlieben sich, Sage vergibt plötzlich ihren Schwestern, ...was ist eigentlich mit dem Job? Und warum stand eigentlich die Bäckerei so im Vordergrund? Und ich verstehe die vielen 5 Sterne Rezensionen nicht.
      Positiv finde ich die sehr gute Recherchearbeit der Autorin über Ausschwitz und das Getto. Dieser Part war auch wirklich sehr interessant und emotional.
      Ich tendiere eher zu 4 Sterne oder 3 1/2...3 Sterne ist mir zu wenig.....aber ob es 3 1/2 oder 4 werden, weiß ich noch nicht.

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    9. Gestern habe auch ich das Buch beendet, nur wusste ich einfach nicht, was ich schreiben sollte. Der letzte Abschnitt war etwas sehr komisch und zu viel auf einmal. Die Liebsesgeschichte zwischen Leo und Sage war ja vorrauszusehen und zwar ab dem ersten Abschnitt. Da wo Leo das Date hatte, wusste ich, das da sowas kommen muss. Anfangs fand ich das noch nicht so schlimm, aber als dann das Ganze mit Reiner und Minka kam, fand ich das nicht mehr passend. Eine Liebesgeschichte passt hier nicht rein.
      Es war vieles sehr komisch in dieser Geschichte und mir hat sie nicht so sehr gefallen. Ich tendiere zwischen 2 und 3 Sternen, weil für mich das einzig Gute die 200 Seiten über Minka waren. Der Rest hat mich absolut nicht gepackt.

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    10. Aufgrund meiner Kritikpunkte oben werden es wohl 3 Sterne werden und es muss zeitnah ein weiteres Picoult Buch für unsere Runde ausgewählt wird, damit ich ihren grandiosen Stil wieder lesen kann.
      Wie MARTINA sagt, es war als wenn es jmd anderes geschrieben hat.

      Wer von euch hat alles schon "Beim Leben meiner Schwester gelesen"? Da weiß ich es ist gut, würde es aber gern als Re read lesen, weil es so lange her ist oder "Bis ans Ende aller Tage" habe ich noch daheim :)

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    11. Ich glaube nicht, dass Minka die Namen vergessen hat. Wie ich schon sagte, ich verstehe das so, dass die Geschichte von Minka sozusagen direkt das ist, was sie auch Sage und Leo erzählt. Da erwähnt sie den Namen. Wenn sie ihn aber nicht genannt hat, dann höchstens weil sie nicht wollte, aber dazu fehlt mir dann die Erklärung. Vergessen glaube ich nicht.

      Minkas Tod habe ich fast erwartet. Also nicht das ich konrekt den Gedanken hatte, dass sie sterben würde, aber irgendwie... mich hat es nicht überrascht. Insgesamt wars mir aber auch zu schnell und viel und bäh.

      Andrea, inwiefern hättest du das mit Sages Mutter weglassen wollen? Den Aspekt mit der Vergebung oder allgemein?
      Ich fand es zumindest wichtig zu erfahren, wie genau der Unfall passiert ist und warum sich Sage deswegen bestraft. Darauf hab ich schon gewartet.

      Ich hab mich jetzt für drei entschieden. Wenn nur 2 von 5 Abschnitten wirklich gut sind, ist das ein bisschen wenig für mich :D

      Martina, das mit der Begeisterung hab ich auch nicht so ganz kapiert. Vielleicht kamen die guten Rezensionen hauptsächlich von Leuten, die noch nichts von der Autorin gelesen haben?

      Ich hab "Beim Leben meiner Schwester" noch nicht gelesen, aber subbt noch. :)

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    12. Ich habe das Buch ja bereits Anfang September gelesen - und ich fand es klasse! Für mich 5 Sterne.
      Mir hat gefallen, dass es kein typischer Picoult war; mal etwas anderes, wieso nicht?
      Ich habe schon fast vermutet, dass dieses Buch die Geister scheiden wird - entweder, man mag es oder nicht. Es ist doch sehr speziell.

      Beim Leben meiner Schwester war mein erstes Buch von Picoult. Bei einem Re-Read wäre ich nur dabei, wenn es im November oder Dezember stattfindet. Im Oktober schaffe ich es vermutlich nicht :/

      Bis ans Ende aller Tage liegt auch auf meinem SUB - aber auch hier: November/Dezember und ich bin dabei bei einer Leserunde :) Würde mich sehr freuen, mit euch einen Picoult zu lesen und mich dieses Mal auch aktiv zu beteiligen :)

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    13. Ihr seid schon so fleißig am Diskutieren, ich bin vorhin erst mit dem Buch fertig geworden, werde aber erst am Abend, wenn ich Heim komme zum ordentlichen Kommentieren kommen. Euer Geschreibsel habe ich mir aber auch schon durchgelesen. Bis dahin ... :-)

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    14. @Julia: für mich hätte dieser Unfall wegfallen können. Ihre Eltern sind tot, sie lebt bei ihrer Großmutter, die eine Überlebende ist und gut und daher der Gewissenskonflikt.

      @Sabrina: ich glaube für mich war es nicht gut, dass das Buch so anders ist. Ich mag es wenn Autoren ihrem Spiel treu bleiben.

      Wenn LR, dann auch bei mir nur Nov oder Dez.
      Zur Auswahl dann "Beim Leben meiner Schwester" oder "Bis ans Ende aller Tage".
      Würde gern mit ner LR mit euch das Jahr beenden :)

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    15. Ich habe bereits beide Bücher gelesen und bin definitiv nicht dabei. "Beim Leben meiner Schwester" fand ich sehr gut! Wer allerdings schon den Film gesehen hat....Buch und Film sind am Ende total verschieden!! mehr sag ich dazu nicht!

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    16. Ich tendiere nun doch eher zu 3 1/2...habe mri aber gerade meine anderen Bewertungen zu meinen Picoult Büchern, die ich hier bereits rezensiert habe, angeschaut.....und bin wieder unschlüssig....ach Gott!

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    17. Ich glaube, die unterschiedlichen Enden sind vielfach schon bekannt :D Ich kenne weder Film noch Buch, weiß aber schon wie es ausgeht. ;)

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    18. Ich finde es nicht schilmm, wenn ein Autor auch mal andere Wege geht - aber gut sollte es natürlich trotzdem sein. Ich fand vor allem den letzten Abschnitt unpassend - alles zu schnell abgehandelt und für mich auch irgendwie unbefriedigend. Am besten waren natürlich die Abschnitte über Minka - aber auch die ersten konnte ich gut lesen, auch wenn sie mich nicht so begeistert haben. Ich habe jetzt knapp 4 Sterne gegeben.
      Vielleicht sind die 5-Sterne-Rezensionen alle von Lesern, die noch nie wa über den Holocaust gelesen haben und deshalb waren sie von Minkas Erlebnissen so geflasht/schockiert? Denn die "Drumherum-Geschichte" fand ich schon etwas konstruiert und nicht wirklich überzeugend - auch wenn sie gut lesbar war.

      Ich hätte für ne Leserunde noch "Die Wahrheit meines Vaters" zu beiten - das subbt bei mir. Kennt es jemand oder hat es vielleicht auch zuhause liegen?

      LG Sabine

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    19. @Sabine: "Die Wahrheit meines Vaters" habe ich vor Jahren gelesen, würde ich auch nochmal re-readen. War glaub ich mittelmäßig, aber vor Jahren habe ich glaub ich noch anders bewertet als heute :D

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    20. @Sabine: Ich habe das Buch auch shcon gelesen, war aber auch eher mittelmäßig. Ich habe ungelesen noch "Die Macht des Zweifels" und "Die einzige Wahrheit" auf meinem SuB.

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    21. @Andrea - gerne, muss ja auch nicht dieses Jahr sein. Und vielleicht schließt sich ja noch jemand an. :-)

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    22. @Martina - ohje - ihr macht mir ja Mut. :-(

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    23. Der letzte Abschnitt hat mir eine Spur besser gefallen als der erste. Ich habe aber auch nicht erwartet, dass die Schilderungen vom Ghetto und dem Todeslager noch übertroffen werden können, von daher war ich nicht so enttäuscht davon.

      Mir persönlich war der Schluss aber nicht zu schnell abgehandelt. Was mir im letzten Teil eben auch nicht gefallen hat, war die Liebesgeschichte, die ich ja schon anfangs vermutet habe (da hat für mich in dieses Buch mit dieser Thematik nicht ganz reingepasst, war echt überflüssig), dann natürlich Sages wundersame Wandlung (Entwicklung schön und gut, aber das war unglaubwürdig) und dass Josef und Minka letzten Ende nicht mehr zusammengetroffen sind, fand ich schon ... schade. Ich wäre gespannt gewesen, wie die Autorin die beiden reagieren hätte lassen.

      In Ordnung fand ich, dass Sage Josefs Wunsch nachgekommen ist und ihn getötet hat. Aber nicht, WIE sie es getan hat. Für mich ist das total kalt und irgendwie rachedurstig rübergekommen, obwohl ein paar Zeilen vorher ja sogar noch gestanden hat, dass sich Rache und Mitleid bei ihr die Waage halten. Für mich ist von Sage da am Ende absolut kein Mitleid, sondern ausschließlich Rache rübergekommen. Mit diesem Verhalten und dann auch noch mit dem anschließenden Anlügen von Leo ist mir Sage bis zuletzt nicht mehr sympathisch geworden. Schade.

      Mir waren in dem Buch allgemein zu viele verschiedene Erzählstränge. - Damit bin ich meist überfordert, ich kann mich dabei nie gänzlich in einen Charakter hineinversetzen, überhaupt, wenn es dann auch noch mehrere Hauptcharaktere gibt, ist es für mich noch schwieriger, Zugang zu jemanden zu finden, sprich mich in jemanden hineinversetzen.

      Wie hat euch denn Leo im letzten Teil gefallen? Ich fand ihn mit am sympathischsten von allen, da er sehr witzig und klug und einfühlsam und ... war. Eigentlich schon zu perfekt, wenn ich jetzt drüber nachdenke. Einmal hat er Sage aber auch etwas so wissend wie ein Psychologe/Psychiater erklärt, wo ich mir gedacht habe: Kann man das bitte so umfassend und tiefgehend erklären, wenn man kein Psychologe ist bzw. sich NICHT intensiv mit der Thematik beschäftigt hat??

      Also, ich kann euch nur zustimmen: mich wundern die vielen 5-Sterne-Bewertungen auch ein wenig, ehrlich gesagt. Das Buch war wirklich nicht schlecht, aber umgehauen hat es mich auch nicht.
      5 Sterne sind mir zu viel, 3 aber auch irgendwie zu wenig, ich habe mich also für 4 entschieden.

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    24. @Janine: ich weiß nicht, Leo ist mir irgendwie fremd geblieben. Anfangs fand ich ihn ganz sympathisch, aber irgendwie fand ich im Teil der gegenwart nur Zugang zu Mary und die kam ja im zweiten Teil kaum mehr vor. Diese Verkabelungssgeschichte fand ich würdelos!
      Ich habe dagegen keine Probleme mit Geschichten mit mehreren Protagonisten oder Erzählsträngen, da ich öfters soetwas lese...kommt auch im Thrillerbereich vor (wie bei meiner letzte Rezi jetzt) oder viel auch bei Familiensagen.
      So, ich werde mich jetzt an die rezi machen und weiter überlegen, ob ich 3 1/2 oder 4 Sterne geben ;)

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    25. Ja, diese Verkabelungsgeschichte war wirklich würdelos, aber manchmal ist man eben zu solchen Mitteln zu greifen gezwungen, wenn es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt, Beweise zu sammeln. :-/

      Meine Rezension werde ich heute auch noch abtippen und veröffentlichen. ;)

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    26. Hallo :)

      ich bin nun auch durch mit dem Buch und bin fast schon etwas traurig, dass es zu Ende ist. Mir hat es sehr gefallen und ich mochte Sage & Leo total, aber auch Minka ist mir sehr ans Herz gewachsen. Über meine Bewertung des Ganzen mache ich mir bereits seit Tagen Gedanken, da ich eben einerseits so begeistert bin und andererseits mochte ich eben die Geschichte, die Minka geschrieben hat überhaupt nicht (fand jedoch die Entstehungsgeschichte dazu super) und auch das Ende hat mich etwas enttäuscht. Ich hätte mir da gewünscht, dass Josef noch sagt, wer er wirklich ist und dass er sich persönlich bei Minka entschuldigt und sagt, warum er so handelte. Er hat sie nie vergessen und vielleicht hätte sie es auch nicht überlegt, wenn er sie nicht als Sekretärin angestellt hätte - das macht mich doch ziemlich ratlos und nachdenklich :o

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    27. Stellenweise war Minkas Geschichte schon sehr blutig, aber mir hat sie dennoch gut gefallen.
      Aber beim Ende sind wir uns ja alle mehr oder weniger einig :D

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  7. Wow, dieses Buch habe ich zwar noch nicht und kann deshalb leider nicht mitlesen, aber wow. Der Klappentext hat mich schon echt gerührt, kein gewöhnliches Buch.

    Liebe Grüße
    Riri

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    1. Schade, dass du das Buch noch nicht hast.
      Haben wir eindeutig noch nicht genug die Werbetrommel für die Leserunde gerührt :)

      Wir freuen uns alle mega auf das Buch :)

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  8. Hallo Janine,

    würde gerne noch kurzzeitig mit einsteigen. :) Werde aber eher langsam hinterher hüpfen, wenn okay. Da ich das Buch dann nur nebenbei lesen werde. :)

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    1. Dann hüpfe mal langsam hinterher :D
      Wir treffen uns an der Ziellinie. Schön, dass du mitliest ;)

      LG

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    2. Gerne Svenja, ich füge dich im Post hinzu. ;) Freue mich, wenn du mit dabei bist und etwas zur Runde beiträgst.

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  9. Zitate, schöne Sätze und Textstellen zum Nachdenken:

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    1. "Ich glaube an die Hölle... aber die ist hier auf Erden." Er schüttelte den Kopf. "Gute Menschen und schlechte Menschen. Als wäre das so einfach. Jeder ist beides zugleich" (S.56)

      "Vor langer Zeit hat mir mal jemand gesagt, eine Geschichte werde sich von selbst erzählen, wenn sie bereit dazu ist." (S.56)

      "Der größte Fehler, den Menschen machen, wenn sie an Kriegsverbrecher des Nationalsozialismus denken, ist der, sie als Monster zu sehen: vor, während und nach dem Krieg. Das waren sie nicht. Sie waren ganz gewöhnliche Menschen mit einem vollkommen funktionsfähigen Gewissen, die schlechte Entscheidungen trafen und dann für den Rest ihres Lebens, wenn sie wieder in den Alltag zurückkehrten, Ausreden erfinden mussten." (S.100)

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    2. ~ "Achte nicht auf ihn. Er ist ein kleiner Mann, der einen großen Schatten wirft." ~
      (S. 9/10)

      ~ Später, als ich sie näher kannte, wurde mir klar, dass sie beim Gärtnern niemals den Samen im Blick hat. Sie stellt sich bereits die Pflanze vor, die daraus erwachsen wird. Und ich nehme an, dass sie das Gleiche dachte, als sie mich traf. ~
      (S. 23)

      ~ Nicht die Jahre deines Lebens zählen, sondern das Leben in deinen Jahren. ~
      (S. 24)

      ~ "Wenn du nicht weißt, woher du kommst, wie willst du dann jemals herausfinden, wohin dein Weg dich führt?" ~
      (S. 122)

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    3. "Sie denken: niemals. Sie denken: ich nicht. Aber wir sind in jedem Moment dazu in der Lage, etwas zu tun, womit wir am wenigsten gerechnet hätten." (S.150)

      "Es ist als hätte sie schon in jungen Jahren gewusst, dass sich Gut und Böse nicht sauber voneinander trennen lassen, dass sie siamesische Zwillinge sind, die sich ein Herz teilen." (S.160).

      "Stärke zeigt sich nicht darinm dass man jemandem etwas Schlimmes antut, der schwächer ist als man selbst, Reiner. Man kann zwar über die Stärke, etwas Schlimmes zu tun, verfügen, doch es geht darum, sich dagegen zu entscheiden." (S.182)

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    4. Wenn man die gleiche Handlung ständig wiederholt, fühlt sie sich schließlich richtig an. Und man empfindet am Ende nicht mal mehr Schuld. (S. 149/150)

      Man kann anderen nicht zu essen geben, wenn man selbst immer hungrig ist. (S. 151)

      "Machen Sie es sich nicht ein bisschen einfach, wenn Sie sagen, Sie hätten das Schreckliche getan, weil jemand Sie dazu anstiftete?", wende ich ein. "Das ändert doch nichts daran, dass es falsch war. Egal, wie viele Menschen einem sagen, dass man von einer Brücke springen soll, man hat doch immer noch die Option, sich umzudrehen und wegzugehen." (S. 153)

      "Wenn du die Hölle durchlebst, muss der Tod himmlisch sein." (S. 154)

      Um zu überleben, musste man Opfer bringen. (S. 276)

      "Sie können mir mein Zuhause wegnehmen", sagte er. "Und mein Geld und meine Frau und mein Kind. Sie können mir meine Lebensgrundlage und mein Essen wegnehmen und" - hier setzte seine Stimme aus - "meinen Enkelsohn. Aber meine Träume können sie mir nicht nehmen." (S. 330)

      "Je öfter man dieselbe Handlung wiederholt, egal, wie verwerflich sie ist, desto eher findet man dafür für sich eine Entschuldigung." (S. 393)

      Ich glaube nicht an Gott. Aber als ich hier sitze, in diesem Raum voller Menschen, die das anders empfinden, wird mir klar, dass ich an Menschen glaube. An ihre Kraft, einander zu helfen und trotz allem weiterzumachen. Ich glaube, dass das Außergewöhnliche jeden Tag über das Gewöhnliche triumphiert. Ich glaube, wenn man Hoffnung hat - und sei es nur die auf ein besseres Morgen -, ist dies die mächtigste Droge auf diesem Planeten. (S. 447)

      Eine Familie zu haben, bedeutet, dass man nie allein ist. (S. 496)

      "Was er getan hat, war falsch. Er hat deine Liebe nicht verdient. Aber er verdient es, dass du ihm vergibst, weil er ansonsten wie Unkraut in deinem Herzen wachsen wird, bis es erstickt und davon überzogen ist. Die Einzige, die leidet, wenn du diesen ganzen Hass hortest, bist du." (S. 543)

      Vergebung ist nichts, was man für einen anderen tut. Man tut es für sich selbst. (S. 544)

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